Freitag, 30. März 2012

Wurde Zeit

Endlich machen wir mal wieder einen kleinen Ausflug, E und Ö, Kolleginnen von S. haben in ihrer Zeit in Port Said, die immerhin schon ein halbes Jahr bzw. drei Monate dauert, nicht einmal die Pyramiden gesehen - das musste geändert werden.
Und während die Fahrer, E. und W. noch auf dem Automarkt sind, sitzen wir anderen gemütlich im Starbucks, trinken einen Kaffee und genießen das moderne ägyptische Leben im Ciitystars, einem gigantischen Einkaufszentrum ...

Aber zurück zu den Pyramiden: manchmal sind wir Photographen schon arg nervig: In en öffentich zugänglichen Gräbern rund um die Pyramiden war einer unterwegs, der hemmungslos alles photographierte, vor allem seine Freundin vor dieser oder jener Pyramide, vor den Hyroglyphen, vor der Statue, in der Grabkammer usw. und mit seinem Blitz wirklich alle Sehnerven zu zerstören versuchte, die er irgendwie erreichen konnte, Als er uns ins zweite Grabmal folgte und da wieder hemmungslos blitzte, wies ich ihn darauf hin, dass er nicht nur unsere Augen zerstörte sondern dass auf die Dauer auch die originalen, 4000jährigen Farben die Blitze nicht wirklich lieben, hörte er tatsächlich auf zu blitzen, immerhin ...
Aber bis dahin hatte er schon tausende Menschen arg genervt.

egal, ich habe ihn einfach aus dem Bild herausgetempelt, in das er natürlich hineinrannte.

zensored idiot

Mittwoch, 28. März 2012

Alles Lüge ...

Bisher habe ich noch nie darauf geachtet, es nie selbst bemerkt.
Aber nachdem ich schon immer der Meinung war, dass die meisten Frauen in Ägypten sich nicht verschleiern würden, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten, dass also die Verschleierung bei den meisten Frauen nicht aus Überzeugung sondern aus Zwang (durch Familie, Umfeld, Gesellschaft) geschieht und dass gerade diese Frauen dann, sobald sie eben diese Zwangsstruktur verließen, auch gerne auf die Vermummung verzichten würden.
Auch von einigen (auch europäischen) Frauen wurde darauf bestanden, die Verschleierung sei eben eine Lebensweise, würde von den Frauen aktiv und selbstbestimmt gewählt und getragen, die meisten verschleierten sich freiwillig usw.

Nun, in mein Flugzeug Frankfurt - Kairo stiegen ca. 30 bis 40 Frauen ein, ein drittel war wohl nicht ägyptisch. Von diesen Frauen trugen 3 oder 4 auch beim Einsteigen schon Kopftücher.
Ich hatte das große Vergnügen, in der vorletzten Reihe zu sitzen und wunderbar beobachten zu können, wie gegen Ende des Fluges immer mehr Frauen nach hinten kamen, mit kleinen Paketen in der Hand und auf dem Sitz hinter mir anfingen, zu hantieren. Und genau diese Frauen, die meisten waren nicht mehr ganz jung, 30 bis 50 Jahre, normal frisiert und gekleidet für europäische Verhältnisse, gingen dann brav ägyptisch mit fein säuberlich eingepacktem und verschnürtem Kopf zurück. Das Flugzeug verließen dann ca. 15 - 20 Frauen brav ägyptisch verschleiert.

Jetzt sage mir noch irgendwer, dass die Mehrzahl der Frauen sich das freiwillig antue ...


Und nebenbei angemerkt: Als das Flugueig geöamdet war, gab es eine wirklich anachronistische Ansage: Man solle doch bitte daran denken, dass das Photographieren auf dem Flughafen von Kairo verboten sei.
Haben diese Dinosaurier von ägyptischen Generälen und Herrschern noch nie Google Earth gesehen? Aber die selben Intelligenzbolzen haben ja auch ein Verbot für GPS gestürtzte Navigationsgeräte ausgesprochen hier im Land, wohl aus der Angst heraus, man könne die genauen Daten der Luxusvillen der Herren Generale dem israelischen Geheimdienst verraten - als hätten die Israelis das nötig ...

Sonntag, 25. März 2012

Und wieder unterwegs

In etwas mehr als vier Stunden werde ich hoffentlich wieder in Kairo landen, dann wartet dort schon mein Chauffeur auf mich und bringt mich auf`s Dorf - klingt toll, kostet aber weniger als der Transfer von Kassel nach Frankfurt.

Und in Ägypten bleibe ich dann etwas mehr als zwei Wochen, lasse die Seele baumeln, den Pelz in der Sonne bräunen und organisiere den Rest meiner Freizeit bis Ende Juni, wo es dann hoffentlich weiter nach Indien geht.

Manchmal bin ich erstaunt, wie gut das alles klingt, wo ich doch eigentlich eher ein ganz normaler, langweiliger Mensch bin, ...

Interessant, dass man, wenn man einfach nur frech ist und zu spät kommt oder sich einfach in die Ersteklasse-Reihe quängelt auch genau dort bleiben darf, bevorzugt behandelt wird usw.
Heißt erste Klasse also unverschämt und dreist sein? Hmmm ...

Mittwoch, 21. März 2012

Hohe Zeiten 01

richtig, wir haben daran gedacht, dass heitaten ja auch eine Möglichkeit wäre ...

Die Grundidee ist es, auf einem Schiff zu heiraten, ist S. doch Türkin, ich Deutscher und würden wir es in Deutschland machen, würden alle Türken mit uns schmollen, würden wir es in der Türkei machen, die Deutschen.
Aber darf man eigentlich auf einem Schiff heiraten? Und auf welchen? Und unter welchen Bedingungen?
So auf die Schnelle gibt es keine Antwort auch nicht vom heimatlichen Standesamt, da war ich endlich und habe herausgefunden, dass man, egal wo man heiraten will, eine
Ehefähigkeitsbescheinigung braucht, außerdem natürlich eine Geburtsurkunde (und für die
Ehefähigkeitsbescheinigung dann auch noch einen beglaubigten Auszug aus dem Familienstammbuch des Standesamtes, das für den Geburtsort zuständig ist, eine beglaubigte Geburtsurkunde des Partners, der Partnerin, wenn möglich in mehrsprachiger Ausführung oder mit beglaubigter amtlicher Übersetzung, Kopie des Passes der Partnerin, des Partners usw usw. ),
War das alles? Ich weiß es nicht, aber es ist kompliziert.

Und die gute Frau auf dem Standesamt konnte mir gar nix dazu sagen, wie das mit Schiffshochzeiten ist, ob es da Probleme gibt mit der Anerkennung, wie das funktionieren kann und und und.

Na, ich suche weiter nach Informationen und werde bei Gelegenheit aufschreiben, was ich so erfahre ...

Montag, 19. März 2012

Kalkutta wird jeden Tag konkreter

Es wird immer wahrscheinlicher, dass ich demnächst in Indien leben und arbeiten werde - Das Angebot wurde bestätigt, der Tropenarzt hat mir "Tropentauglichkeit" bescheinigt, an Impfungen fehlt nur noch wenig, zum Vorbereitungsseminar Mitte April bin ich eingeladen, mein Zimmer schon reserviert, mein Pass bei der Botschaft inclusive extra großer Bilder, ...
Gut siehts aus, und jetzt kann ich noch die letzten drei Monate genießen, ehe es los geht ...

Aber so weit waren wir auch schon vor drei Jahren, als sich herausstellte, dass es keine Visa für diese Stellen gäbe und ich kurzerhand in Ägypten geparkt wurde ...

endlich mal wieder

endlich mal wieder nach Jahren ganz ohne sinnige Photos mal wieder ein wenig unterwegs gewesen und dank B. gleich bei zwei Shootings dabei gewesen, einerseits bei einer Band (Photos kommen noch) und dann nochmal mit B. in seiner Bücherei, hat gut getan


B und Bücher

Donnerstag, 8. März 2012

wieder gesünder

immer wenn ich in deutschen Landen weile, werde ich krank. Nach einer WOche mit heftigster Erkältung - bei mir schlägt sich das dann auch gleich in sämtlichen Stirn-, Nasen- und Nebenhöhlen nieder - lebe ich wieder, langweilig ist`s aber trotzdem hier auf dem Lande.

Endlich einen Termin beim Urologen ergattert, nicht erst im Mai sondern noch in diesem Monat, danach mache ich dann gleich den Abflug - und schauen wir mal, ob es dem guten Mann gelingt, ein Zaubermittel gegen sprießende Brüste zu finden, sonst muss ich bald doch noch BHs anschaffen ...

Sonntag, 26. Februar 2012

Flickr-Wettrennen

Auf Flickr. haben B. und ich das selbe Bild gepostet und schauen mal, wer zuerst 100 klicks erreicht, bei mir kann das Monate lang dauern. Also ganz oft klicken und weiter empfehlen bitte, wer zuerst 100 klicks hat, gewinnt

8/52

Samstag, 25. Februar 2012

Heute mal ken "Fuck You!"

An einer Schule vorbei gehend begegnete mir eine Gruppe von Schülern, 13, 14 Jahre alt. Ich, wartete auf blöde Sprüche, die aber nicht kamen.
Spättestens da war klar, dass ich in Deutschland bin – keine ägyptische Gruppe hätte es sich entgehen lassen, einem blonden Fremdländer irgend etwas hinterher zu rufen, und sei es nur ein „What´s your name?“ - aber wahrscheinlicher wäre dort ein „Fuck you!“ gewesen, gebrüllt, wenn der Fremdländer so weit weg ist, dass er keine Chance mehr hat, den Schreihals zu erreichen – oft genug rennen diese dann auch davon, wenn man sich umdreht, sehr wohl wissend, was sie da schreien, auch wenn Passanten, die das ganze beobachten, immer wieder „Ach, das sind doch nur Kinder, die wissen gar nicht, was sie da sagen“, zu verharmlosen versuchen.
Manhmal ist es schon schön, daheim zu sein und nicht Blondy aus Europa ...

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