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Auf nach Indien

Dienstag, 3. November 2009

25

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Nachtrag Taxis:
Am ersten Tag fuhr ich wohlgemut ins Stadtzentrum, ich stellte mich an die Straße, von der ich vermutete, sie führe in die richtige Richtung (tat sie dann auch ;-), winkte den herannahenden Taxen - und siehe da, eines hielt. Ich staunte nicht schlecht, als ich beim Einsteigen bemerkte, dass hinten schon eine Dame im Auto saß, aber dass so etwas in Ägypten möglich sei, hatte ich schon gehört, also war's ok.
Als Preis vereinbarten wir 20 Pfund (mir war gesagt worden, dass ich für die Strecke mit 30 bis höchstens 40 Pfund rechnen müsse und gut verhandeln müsse, wenn mehr verlangt werden wrüde).
Nach dreißig, vierzig Minuten Fahrt kam ich an, zwischendurch war die Dame ausgestiegen, ich war allen mit dem Fahrer und es war Zeit zu bezahlen. Heldenhaft zückte ich mein Geld, dachte, ein fürstliches Trinkgeld zu geben, weil mir für die wahnsinnig lange Strecke umgerechnet 3 Euro viel zu wenig erschienen, gab dem Fahrer also zwei Geldscheine, 25 und 5 Pfund.
Er nahm das Geld nicht, fing an zu argumentieren, alles auf Arabisch, ich verstand nichts, nahm an, er wolle mehr, war nicht gewillt, mehr zu geben, wir diskutierten hin und her, verstanden gar nichts, bis ein paar Leute auf der Straße vorbei kamen und er durchs Fenster um Übersetzungshilfe bat - und während er noch einen Passenten ansprach, beschaute ich mir meinen Schein und erkannte erst da, dass da "Piaster" stand.
Mein Gott, war das peinlich, statt 3 Euro wollte ich ihn mit 70 Cent oder so abspeisen, klar, dass er da nicht mitmachte. Hochnotpeinlich war mir das, er erkannte, dass ich den Fehler selbst endlich bemerkt hatte, lachte und freute sich, dass er dann noch mein sämtliches Kleingeld - bis auf jenen gräuseligen Schein - dazu bekam, ein prima Trinkgeld, insgesamt 28 Pfund, für ihn relativ viel, für mich immer noch sehr wenig ...


Und heute? immer noch keine erschwingliche Lampe gefunden um das Licht hier angenehmer zu gestalten, aber Morgen werde ich wohl eine einkaufen.

Und arbeitsmäßig? Läuft an, ungewohnt ist das Aufstehen regelmäßig noch vor 6 Uhr, habe ich doch seit 2 Jahren nicht mehr gearbeitet und mir in letzter Zeit arg langes Schllafen angewöhnt, aber ansonsten geht es sehr gut.
Heute kam dann auch die Nachricht, dass ich tatsächlich ein ägyptisches Gehalt kriegen werde, 500 Pfund auf die Hand und 500 Pfund als Miete für meine Absteige (ja, ich werde noch Photos machen).
Schade, dass es nicht lohnt, umzuziehen (vielleicht bleibe ich ja nur 2 Wochen) - wüsste ich, dass ich 3, 4 Monate hier bleibe, würde ich mir ein Zimmer im Zentrum suchen, auch wenn ich dafür sicher ein paar hundert Euro hinblättern müsste, aber hier ist es auf Dauer doch etwas seltsam: Bett, Schrank, Schreibtisch, ansonsten öde blaue Wände, immerhin ein schmutziger Teppich, als Mitbewohner ein Haufen riesiger Ameisen, die vermutlich hinter'm Badezimmerspiegel wohnen, ... (ok, die Ameisen gäbe es überall, wurde mir gesagt) ...
Naja, eine Übergangslösung eben und sollte ich länger als 3 Wochen bleiben, werde ich mich wohl arg ärgern, nicht umgezogen zu sein, aber wie gesagt, ich bin auf dem Weg nach Indien und da wird alles besser ;-))

Montag, 2. November 2009

umgefallen

aufstehen 5.40, bisschen Arbeit, zu Hause angekommen schon 15.20, Drucker installiert, getestet, eine Mail gelesen, dann heftigste Müdigkeit und einfach nach hinten gerutscht (benutze das Fußende des Tisches zur Zeit als Schreibtischstuhl) und bis 20.00 geschlafen - der Neustart hier ist anstrengender als gedacht ...

Sonntag, 1. November 2009

gestern abend

wurde es dann doch später, weil das Taxi auch nach der Lichtshow bei den Pyramiden (wir saßen auf der Restaurantterrasse, als ich selbst als Tourist dort war, haben wir das Restaurrant nicht gefunden, ist ein echter Geheimtipp) immer noch zwei Stunden bis zu mir brauchte und ich dann doch noch die neu gekaufte Internetverbindung ausprobieren musste ...
aber der Ausflug hat sich doch gelohnt, oder?

noch nicht ganz Kalkutta - not really Kalkutta - tamamen Kalkutta degil

Samstag, 31. Oktober 2009

Taxi und so'ne Sachen

Heute habe ich wohl ganz grob über'n Daumen gepeilt 5,5 Stunden im Taxi gesessen, um von Nasr City* an den Nil zu fahren, im Nile Hotel am Frühstücksbuffet zu schlemmen, mich in der Altstadt stundenlang herumzutreiben, treiben zu lassen**, ganz bewusst auch zu genießen, dass ich nach Stunden tatsächlich nicht mehr den kleinsten Schimmer hatte, wo ich war, um dann wieder nach Nasr City zurück zu fahren, von dort***dann wieder nach Gizeh auf die andere Nilseite und zur Sphinx, wo ich mit Kollegen verabrdedet war, um vom Restaurant aus die Illuminationsshow an den Pyramiden zu genießen **** und schließlich wieder zurück nach Nasr City, nach Hause, wo ich jetzt sitze und neue Spielzeuge nutzen kann.
Und bald geht's dann auch gleich flugs ins Bett, denn Morgen, Sonntag, 7.30 gilt es anzutreten zum Fahnenappell und meinen ersten Arbeitstag zu genießen*****

*Nasr City, ein Stadtteil Kairos, wo die Schule eine Postadresse mit damit verbundener Wohnung hat, weil der Schulbau in einem Neubaugebiet liegt, wo es Straßennamen gar nicht, Ortsschilder, Straßenschilder, sonstige Wegmarken sowieso nicht, Straßen nur sehr wenige und verworrene und sonst kaum was gibt außer Neubauten, die kein Taxifahrer oder Postbote kennt. Also gibt's diese Wohnung mit einer Sekrärin drinnen (habe ich noch nie gesehen), einem Zimmer, in dem ein Bett steht und ein Schreibtisch, ein Schrank und eine Höllenneonlampe, das ist meins, und ein paar leerstehenden Büros, die wohl in Notfällen für Sitzungen, Arbeitstreffen u. Ä. genutzt werden. Auf den ersten Blick schrecklich, als ich ankam, aber ich gewöhne mich daran, und Morgen habe ich dann hoffentlich zeit, mir eine zusätzliche Lampe einzukaufen.

**ganz wichtig für den Alltag sind so Sachen wie Telephon und Internet - mit meinem Prepaid-Teil aus Deutschland waren die 30,- Euro schon am ersten Tag weg, nach höchstens drei, vier Minuten nach Deutschland anrufen und aus der Türkei angerufen werden.
Also zog ich los, einerseits die Stadt kennen zu lernen, andererseits, einen Laden zu finden, wo Sim-Card und Internetdings zu kriegen wären. Unterwegs war ich von 11.30 bis 14.30, bis ich den entsprechenden Laden endlich fand - und hatte keinen Pass dabei, ohne den gab's gar nix, Idiot, der ich bin.

*** Aus dem Haus fallend und überlegend, wo ich hier in der Umgebung meines Zimmers schon so einen Laden gesehen hatte, beschloss ich, doch noch einmal um die Ecke zu linsen und zu schauen, ob es nicht irgendwo in der Ferne ein Schild zu erahnen gäbe, ansonsten erinnerte ich noch einen in ca. 20 Gehminuten. Und siehe da, ich stand schon direkt vor dem Laden, höchstens 50 m von zu Hause entfernt - nach einer Stunde hatte ich neue Tel-Nr. (verschicke ich gleich per Mail) und, fast noch wichtiger, Internet to go (heißt offiziell nicht so, ist aber so ein funknetzteil, mit dem ich überall ins Netz komme, also auch im Cafè und der Schule oder sonstwo, kostet alles inclusive 100 Pfund Telephoneinheiten und 200 Pfund für 1,2 Gigabite download 500 Lira, 60,- € oder so.

**** Ja, im Augenblick kann ich tatsächlich mit dem Taxi direkt zu den Pyramiden fahren, Taxifahrer sind mörderisch, wie fast alle Autofahrer hier, tausend mal schlimmer als in der Türkei zum Beispiel (und das mir, aber ich habe es überlebt, sogar die erste Fahrt gestern, bei der ich mir tausendmal gut zureden musste um nicht schreiend aus dem Auto zu springen und sofort heimzufliegen ...), wenn man in ältere Taxen einsteigt, muss man den Fahrpreis verhandeln (und da zahle ich in der Regel dann doch noch viel zu viel), lieber sind mir die modernen Taxis, die alle an einheitlicher Bemalung zu erkennen sind und allesamt Taxameter haben (geschummelt wird da wohl nur sehr selten, meinten die Kollegen). Die zwei Stunden und vielen vielen Kilometer (geschätzt mindestens 30) nach Gizeh zu den Pyramiden kosteten laut Zähler 45 ägyptische Pfund, etwas mehr als fünf Euro, sämtliche Fahrten heute 140 oder so, 17,- €
Und wenn ich schon beim Angeben bin: warm ist es, T-shirt warm, ich muss aufpassen, dass ich mir keinen Sonnenbrand hole :-p

***** Seit einer Woche wissen die Leute hier, dass es mich gibt, dass ich vielleicht kommen würde, dass ich tatsächlich komme, dass ich da bin - und ich glaube, verplant haben die verschiedenen Abteilungen drei von meiner Sorte - ich werde morgen arg aufpassen müssen, dass ich mir nicht zu viel Arbeit aufbürden lasse, die Ideen reichen vom geteilten Unterricht für einige Klassen über Hilfe für einzelne Leute im Englischunterricht (oh ha, ich mit meinem schwachen Englisch!!!) bis hin zum Schreiben von Konzeptpapieren und ähnlichem organisatorischen Kram, was die eine Kollegin mit mir vor hat (auch eine Leiterin irgend einer Abteilung, welcher habe ich aber vergessen), weiß ich noch nicht, aber ein Stück von mir hätte sie auch gerne und soweit ich das mitbekommen habe, könnte ich gerne ein paar Clone mitbringen und ruhig länger bleiben, an Unterbeschäftigung darf ich auf keinen Fall klagen, denn mehr Beschäftigung finden die hier ganz locker für mich ...

****** gibt's nicht, denn so viele Anmerkungen sind einfach viel zu viel.



So, es ist spät, ich bin münde, morgen muss ich um 6 aufstehen (ja, in Ägyten wird Sonntags gearbeitet, dafür Freitags gebetet, der ist ja dann auch frei, wie sich das schon vom Namen her gehört).

Mehr - und dann auch hoffentlich mit Photos - bald

Donnerstag, 29. Oktober 2009

noch den computer einpacken

... und dann geht's weiter aus Kairo,
hier in Deutschland steht nur noch ein wenig Duschen an, die letzten Kleinigkeiten einpacken und der lange Weg aus hessisch Sibirien in den Flieger ...

Montag, 26. Oktober 2009

43A

wird am Donnerstag meine Sitznummer sein - es geht los, nicht nach Kalkutta, aber nach Kairo, is doch auch schön ;-)

Und jetzt bleiben mir noch zwei Tage, um zu packen und die letzten Feinheiten hier zu organisieren - und für alle, die nicht auf dem neuesten Stand sind: keine Angst, Kalkutta wird es werden, aber das klappt noch nicht sofort und für die Zwischenzeit muss ich eben nach Kairo und dort ein bisschen vor mich hin werkeln als Deutschlehrer und in der Verwaltung ...

Samstag, 24. Oktober 2009

Alle Wege führen nach Kalkutta -

meiner wird wohl über Kairo verlaufen - die neueste Entwicklung:<obwohl inzwischen angeblich auch Gespräche auf höhere Ebene zwischen AA, indischer Botschaft in Berlin sowie entsprechenden indischen Behörden laufen, ist nicht abzusehen, wann wohl die Visa erteilt werden werden - also hat die Behörde, die ja seit Anfang Oktober für mich zahlt, beschlossen, dass meine bisher brach liegende Arbeitskraft gewinnbringend abgeschöpft werden soll - und solange, bis Kalkutta möglich wird, eben als Jüngchen für alles in der Regionalleitung und einer Schule in Kairo. Ist mir auch Recht, wird teuer für die Behörde, die müssen dann mehrfache Umzüge bezahlen, aber um so spannender für mich, nach Kairo wollte ich eh noch mal, und wenn ich dort eine Zeit lang wohne, dann kann ich das gleich doppelt so gut erfahren.
Spannend dabei die Vorstellung, dass niemand weiß, wie lange ich nach Kairo gehe, vielleicht klingelt nach zwei Tagen das Telephon und es geht weiter Richtung Indien, vielleicht erst nach drei Monaten ...

Es lebe das Abenteuer

Freitag, 16. Oktober 2009

Telephon

... hat gestern geklingelt, da saß ich aber im Auto und habe Neffen chauffiert. Und als ich endlich zurück rufen wollte, war Dienstschluss, ich konnte niemanden mehr erreichen.
Also richtig schrecklich geschlafen, dachte ich doch, das sei jener Anruf "Herr N., Ihr Visum ist da, ...". Schicke Träume von Reisen in fernste Fernen, arg chaotsich, aber das Bedrohliche in immer wieder neuen Situationen löste sich immer wieder auf in Wohlgefallen oder zumindest in mehr oder weniger gut vorbereitete Lösungen, die dann doch wider Erwarten funktionierten.
Nun gut, kurzer Rede langer Sinn: unausgeschlafen chauffierte ich wieder eine Ladung Neffen zu ihren Ferienspielen, kam dann spät genug zurück, um endlich in Köln anrufen zu können und erfuhr, dass es nur ein neuer Sachbearbeiter war, jetzt für mich zuständig und der Meinung, er müsse sich persönlich vorstellen - es gab nichts Besonderes sondern einfach nur ein wenig beruhigendes Geplauder ...
Also lebe ich wieder brav auf Abruf, ein geborgtes leben und versuche es zu genießen ...

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Warteschleife

am 29.09 wollte ich gen Indien fliegen, der Flug war gebucht, die Unterkunft organisiert, alles wunderbar - aber es gab noch kein Visum. Und das gibt's immer noch nicht, ich sitze hier in hessisch Sibirien und warte auf den Anruf, dass der Pass inklusive Visum in jenem Bundesamtdings angekommen sei und mir am nächsten Tag via Express zugestellt würde, auf dass ich dann mit dem nächsten Flug aufbrechen könnte.

Insgesamt ein Leben auf Abruf, zwar ganz lustig so das Familienleben mit Schwesterlein, ihrem Göttergatten, meinen kleinen Neffen, die ich allesamt sehr liebe, die aber auch anstrengend sein können - und ein geborgtes Familienleben quasi, ist es doch nicht meine eigene Familie, nicht mein eigenes Leben ...

Heute hat mich wieder niemand angerufen ...

Mittwoch, 30. September 2009

auf Abruf

sitze ich jetzt in Deutschland fest: meine Wohnung in Istanbul ist weg, war leer, hat einen neuen Mieter, ich habe es tatsächlich rechtzeitig geschafft, habe Schlüssel übergeben, alles gekündigt, beendet, abgeschlossen.
Und dann gab's kein Visum, mein Pass liegt seit 7 Wochen in der indischen Botschaft herum und verschimmelt oder bekommt Junge oder macht wer weiß was, aber mit einem Visum darinnen hat er zumindest seinen Weg zu mir nicht geschafft, mein Flug gestern wurde umgebucht, mein Zimmer in Kalkutta steht leer, meine dortige Vermieterin macht sich zwar Sorgen um ihr Geld, aber dabei kann ich ihr nicht helfen ...
Nun sitz' ich also hier in der Hessisch-Sibirien, warte auf den Anruf, in dem mir gesagt wird, dass mein Visum endlich da ist, und habe ansonsten nichts zu tun außer für meinen Neffen da zu sein, viel zu lesen, ...

Na, schauen wir mal, wie lange es noch dauern mag.

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erik-n - 25. Nov, 10:05
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weil sich die Zeit hier wohl doch verlängert (ich...
erik-n - 22. Nov, 21:11

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