Bilderchen

Dienstag, 18. März 2008

nachtrag besuch

kräfig gelästert haben sie, als S. und ich gestern den Karton ausprobierten - aber immerhin gibt es von einem spontanen shooting schon mal einen ersten vorgeschmak:

box 0 01

Donnerstag, 13. März 2008

Bilderchen - Nachtrag zur neuen Galerie

In Planung sind dann auch noch die galerien

- Stühle

Stühle >

und
- Steps

Steps >

Bilderchen - Graffiti

So, nu ist sie fertig, die Galerie Graffiti - nein, nicht fertig, wird sie niemals nie sein, aber ist ein neues Thema und der erste Schub Bilder ist soeben hochgeladen.
Die Adresse lautet:
http://www.erik-nehring.de/graffiti/graffiti.htm
Und das Ganze ist immerhin das Ergebnis von drei Tagen mit jeweils einigen Stunden vor dem Computer - nicht mitgerechnet die Zeit, die das Photographieren gebraucht hat.
Auf Lager liegen noch einige Bilder sowohl aus Spanien als auch aus Istanbul, Kassel und Köln kommen dann demnächst an die Reihe, sobald ich dort bin - wie ich wohl in Zukunft mehr auf Graffiti achten werde, ist einfach ein spannendes Thema.
Heute oder Morgen heißt es noch, die Galerie in meine Homepage einzubinden, die dabei dann ein neues Layout bekommen soll, mal schauen, wann ich das gebacken kriege, jetzt muss ich mich erstmal um meinen Besuch kümmern.
Steps 02

Mittwoch, 12. März 2008

Vize - Nachtrag

sonntag mit den flickr-photoleuten Vize: ziemlich kleines kaff im europäischen teil der Türkei in der nähe des Schwarzen Meeres. nicht sonderlich berühmt, klein eben und, wie üblich in der türkei, voller geschichte, von der man sooo viel nicht mehr sieht (eine alte kirche, heute moschee, recht schick renoviert aber ohne eigenen scharme, die reste einer alten byzantinischen burg, ausgrabungen rund um ein altes hamam, steine wohl aus byzantinischer und früh osmanischer zeit ..).
10 000 schritte ungefähr, vielleicht auch 12 000 - so kriege ich nie den dicken bauch weg und das training auch nicht, das ich eigentlich brauche. war aber nett, ist eine lustige gruppe, auch wenn phototouren mit 30, 40 leuten immer den nachteil haben, dass man immer ewig warten muss.

Steps 02

Montag, 3. März 2008

wie war das noch mit den links?

Also, ich kopiere einfach den link bei flickr und schon ist das bild hier?
Between two rainbows - 02
na, schauen wir mal ;-)

Donnerstag, 24. Januar 2008

der fleißige aus dem Dorf xy

Gerade eben Besuch von einem Freund gehabt, um ein Bild einzuscannen und es bis zur Unkenntlichkeit zu bearbeiten:
Einerseits soll es das Titelbild eines Schlüsselromans werden, der auf einigen Realen Erlebnissen des Autors beruht und dementsprechend soll die real abgebildete Person nicht zu erkennen sein, andererseits wird das Buch in Kurdisch erscheinen, zur Zeit zwar offiziell in der Türkei erlaubt, aber trotzdem muss der Autor damit rechnen, dass er Probleme bekommt, wenn man weiß, von wem das Buch ist - dementsprechend wird es unter einem Pseudonym erscheinen - übersetzt heißt das: Fleißiger aus dem Dorf xy (das habe ich praktischerweise vergessen, ich kann also niemandem sagen, wer es ist ;-)
Aber gerade so, wie das Bild jetzt geworden ist, gefällt es mir ganz gut:
08-01-24-fleissiger
Und nu noch ganz schnell den Computer bereinigen, auf dass alle Spuren beseitigt sind, die Rückschlüsse auf wahre Identitäten zulassen und auf nach Kadiköy.

Sonntag, 20. Januar 2008

Bilderchen

... habe ich ein paar gemacht in der letzten zeit, liegen alle auf der festplatte und faulen vor sich hin, aber vielleicht nächste woche?
nur mal so, bevor ich wieder weg muss, wollte ich mal eben eins hochladen richtung fc - aber funktioniert aus irgendwelchen gründen nicht.
na gut, dann eben da:
Mal was anderes - something different - baska bir sey
mehr kommt sicher später noch

Donnerstag, 17. Januar 2008

Kurzbericht

Ausstellung läuft - aber extra wegen meiner Bilder kommen nicht sooo viele ...
6 bis 10 bilder verkauft ;-)
Die meisten Leute, die's sehen, sind begeistert, verstehe ich zwar nicht unbedingt, ich dachte, das interesse für streetportraits wäre nicht gar so groß, ich sei ein einzelner depp, der das ganze so spannend findet ...
nachfrage einer zeitschrift (mit dem Beksav verbändelt und nicht in der Lage, photos zu bezahlen), ob sie meine bilder benutzen dürfen, dürfen sie, ist eine gute zeitschrift, wenn auch kaum jemand dafür bezahlen will.
spontane nachfrage, ob ich bei der produktion eines videoclips nicht ein paar photos machen könne - habe ich gemacht, ergebnis beschissen da der raum absolut dunkel war, es kein sinniges licht gab und der eingebaute blitz nicht viel brachte ...
eine menge netter leute kennen gelernt.
mal guggen, wie's weiter geht (ach so, wird wohl noch um eine woche verlängert).

Donnerstag, 6. Dezember 2007

"armer künstler der ich bin, aber berühmt" ... ;-)

Wie war das noch? schrieb ich freitag, dass ich die kunstlehrerin gebeten hatte, mir einen ort zu finden für eine ausstellung?
nun, sonntag gab's einen guck-termin in einem kulturverein (Kadiköy, beste lage, erste reihe, supergenialer blick auf Marmarameer und Bosporus, riesen raum, sehr angenehme atmosphäre, gutes essen ...). glaubte ich bis dahin noch, dass das ganze nicht mehr würde als ein unverbindliches vortasten und einfach mal in erfahrung bringen, wie man sowas hier in türkischen landen macht, wurde daraus innerhalb einer stunde eine geplante ausstellung mit ca. 40 photos (aus der zufallsserie ( http://www.erik-nehring.de/zufall/zufall.htm ) und sonstige menschenbilder (wie z.b. reichlich auf http://www.erik-nehring.de/aktuell/aktuell.htm oder http://www.erik-nehring.de/leute/leute.html - die ich mal wieder aktualisieren muss).
Start wird der 5. Januar sein, bis dahin muss alles fertig sein, nur: in fünf tagen fliege ich gen deutschland und komme erst zwei tage vor ausstellungseröffnung wieder.
also bis gestern abend nur bilder ausgewählt, bearbeitet, vorauswahl erstellt, labor gefunden für die entwicklung, die gut genug ist und mich nicht völlig in die pleite treibt, rahmenmacher gefunden, live-musik halb organisiert, ...
irgendwie erschreckt mich das ja gerade ein bisschen - aber was solls, wer berühmt werden will, muss da durch, auch wenn's außer nerven denn auch einiges an geld verschlingt, was dem arbeitslosen doch ein flaues gefühl im magen verursacht ...

Aber egal, ein plan steht, der funktionieren kann: freitag wird die endauswahl und -bearbeitung gemacht, wird der genaue termin mit "vernisage" abgeklärt, samstag werden abzüge organisiert und werbezettel gedruckt (entwurf ist gestern schon fertig geworden), sonntag gehen die bilder zum rahmenmacher und montag kann ich dann gemütlich den koffer packen und dienstag schon im kalten kassel aufschlagen ;-)

die elektronische werbung kann dann immerhin ganz gemütlich von deutschland aus passieren, es lebe das internet!

und nu habe ich wieder mehr zeit, sause mal rüber nach europa und hole das objektiv ab, das schon zum dritten mal innerhalb der garantiezeit kaputt war.

Sonntag, 2. Dezember 2007

projekt "deutsches leben in der türkei"

ok, Herr B. B., kräftig in den hintern getreten haben Sie mir und ich habe mich aufgerafft, ein wenig für die mögliche ausstellung "deutsches leben in der türkei" zu arbeiten, habe brav kamera gepackt, blitz geladen, alles in den rucksack verstaut, mich dick angezogen und bin los gestapft, das deutsche leben in istanbul zu dokumentieren: Weihnachtsbasar in der deutschen Schule.
(und nebenbei noch etwas info dazu: die bekannteste straße istanbuls ist die istiklal caddesi. und am letzten samstag vor dem ersten advent sieht man morgens ab ca. 10 uhr auf ihr und in den umliegenden nebenstraßen stetige ströme deutscher menschen auf einen punkt hin streben.
folgt man, von entfernter gelegenen teilen der stadt also einem deutschen familchen, das man glücklicherweise in der ferne entdeckt hat, nicht wissend, wohin zu gehen ist, fremd im türkischen land, orientierungslos, verloren, der sprache nicht mächtig, ... so wird aus dem familchen, dem man sich dr.watsongleich an die fersen heftet, bald ein grüppchen, aus dem man heftiges getratsche über jenen heinz, den anderen peter oder den herrn generalkonsul hört, der da und dort dieses und jenes tat, während ja die arme ursula sich doch zu sehr gehen lässt, usw.
diskret wird die verfolgung fortgesetzt, das grüppchen fädelt sich ein in den verkehr, wird noch etwas langsamer, weil ein anderes grüppchen davor, vertieft in die philosophischen erörterungen des brotangebots der backstube - einer deutsch geführten bäckerei im lande - nicht gar so zügig vorankommt.
Unversehens stellt man fest, dass aus dem millionenpublikum rund um die istiklal plötzlich ein volkswandertag ist, der sich allmählich, deutsch sprechend, die straße entlnagwälzt und von einem klassizistischen Bau in einer seitenstraße verschluckt wird - da sind wir, die deutsche schule ist erreicht.
(also, wer diese finden will im etwas unübersichtlichen Istanbul: wie beschrieben, am letzten Samstag vor dem ersten Advent kein problem, einfach dem erstbesten deutschen wesen folgen).
und das türkische volk am rande? gestern wegen bauarbeiten gab es eine umleitung. türkische passanten wiesen schon fast automatisch, ohne dass deutsches volk zu fragen brauchte, den weg zur umleitung, "deutsch Basar? - da".

oh, ich verhaspele mich, wird wohl etwas länger, der bericht.

weihnachtsbasar? ja, da war ich also, wie immer recht früh angekommen, wie immer mit fast leerem rucksack bewaffnet, den es zu füllen galt. Und wie immer war das "antiquariat" mein ziel: so manche dorfbibliothek wäre froh, diese zahl an bänden zu haben. ein leben allein reicht nicht aus, das alles zu lesen, mehr als 3000 bände allemal: gespendet oder billig verkauft vom deutschen leservolk in istanbul locker sortiert nach "belletristik", "schule und so sachen", "kinder", "krimis", großer grabbeltisch. gerammelt voll, stinkend ob verstaubter buchdeckel und ausdünstender massen ... Es schiebt sich die menge an büchern vorbei, reichlich konsalik und simmel liegt da herum, viel, viel viel aus den schulranzen inzwischen doch der puberträt entwachsener früherer schüler diverser deutschsprachiger schulen, auch einiges von hera lind in mehrfacher ausgabe, wenig auf dem krimitisch dieses jahr, aktuell schon gar nichts aber manchmal mit hübscher widmung "für Luise von einem liebendenTenor, 8. September 1953" oder so ähnlich.
Meine Beute: Dostojewskijs "der Idiot" in einer Auflage von 1958 bei Goldmann, Joseph Roths "Kapuzinergruft", dtv, 1967, Isabel Allendes "Geisterhaus", Suhrkamp, 1985 und einiges mehr, was ich mir im aktuellen buchhandel nicht unbedingt kaufen würde, aber bei 20 YTL (12, 13 €) für die 2,5 Kg kann man ja nicht klagen und der lange grauer winter steht vor der tür ... (abgerechnet wird tatsächlich nach Gewicht, gewogen auf einer alten personenwaage!)

und dann die kamera gezückt, ganz offiziell und wichtig getan und auf die pirsch nach deutschem leben in istanbul gegangen, sollte ja kein problem sein, hier und heute.
Aber: es wurden zwar 1000 portionen kasseler mit sauerkraut bereit gestellt (und aufgefressen, soweit ich erfahren habe), es wurden aldi-lebkuchen und -stollen und dosenkochwürste und adventskalender verkauft fast ohne ende, importierter und gebastelter weihnachtsschmuck wurde fortgeschleppt in großen tüten, massen an adventskränzen fanden ein neues zuhause, deutsch gesprochen, geschrieb, in ohren geflüstert, allüberall, selbst aus lautsprechern hallte gelegentlich neben weihnachtlicher orgelmusik das eine oder andere deutsche weihnachtsverschen, deutsches leben war reichlich anzutreffen.

warum nur verzagte ich ob der selbstgestellten aufgabe, deutsches leben in istanbul zu photographieren und war den tränen nahe?
deutsches leben war es, für den "untertuckener dorfboten" wären die photos von der untertuckener dorf-saal-kirmes vielleicht auch ganz interessant. aber für mich, der ich für goethe das interkulturelle zu jagen ausgezogen war, war nichts türkisches zu finden. die dorf-weihnachts-kirmes in Untertucken irgendwo im niederbayrischen oder gleich neben irgendeiner schweriner seenplatte, vielleicht auch im mittelhessischen würde genau so aussehen: klassizistisches schulgebäude. speisekarte mit kasseler, kochwürsten, sauerkraut, brezeln, badischem wein, stollen, etwas weniger weihnachtlich als karnevalistisch die berliner, die die berliner dann auch gleich berliner pfannkuchen nannten, um nicht dem kannibalismus zum opfer zu fallen, ...
nirgends ein weihnachtlich geschmückter Atatürk, nirgends der blick über den strohweihnachtsmann durch's fenster auf eine moschee, nichts, was den türkischen aspekt hätte zeigen können. aber um die verbindung von beidem war's mir gegangen. die photographische ausbeute? null.
Unterhaltungswert? etwas größer: ein paar freunde getroffen, einen schriftsteller kennen gelernt, der nun als mitreisender ehemann in istanbul lebt und schreibt, die information über ein konzert bekommen, das nächste woche statt findet. bücher ergattert, über diesen und jenen fies gelästert, einen (recht guten) berliner gegessen, automatenkaffee getrunken und ein (eher mäßiges) bier, sollte wohl becks sein, aber egal, das gute efes ist doch um längen besser.
und gegen den hunger bei freunden noch 'ne pizza aus der tiefkühle, ganz ohne schweinefleisch.

so viel zum projekt "deutsches leben in Istanbul" - oberammergau-bavaria ist wahrscheinlich exotischer als das deutsche ghetto hierzulande.

Weihnachtsbasar 02

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