unterzeitwegs

Freitag, 25. Juli 2014

zweieinhalb Tage Sri Lanka

Kurzzusammenfassung meines Trips nach Colombo:
Der Flughafen ist klein, sauber, es herrscht eine angenehme ruhige Atmosphäre und es stinkt nicht.
Der Verkehr ist weniger dicht als in Indien, es wird fast gar nicht gehupt, die Fahrer kennen Verkehrsregeln, wenn ein Fußgänger über die Straße will, halten Autos und winken einen rüber, nicht nur an Zebrastreifen, sondern überall, selbst wenn man eigentlich das eine Auto abwarten will, weil dahinter lange lange nix kommt ...
Motorradfahrer fahren allein oder zu zweit auf Motorrädern, nie mehr, und alle haben Helme auf.
Die Straßen sind sauber.
Es wird zwar ständig gespuckt wie blöd, das kennt man ja aus Indien, aber niemand wirft seinen Müll einfach so weg.
Auf allen Geldscheinen gibt es Vögel.
Sri Lanka 02
Colombo ist ganz schön teuer.
So ziemlich jeder spricht ganz selbstverständlich Englisch.
Überall stehen Kirchen, hinduistische Tempel, buddhistische Tempel und Moscheen herum, oft direkt nebeneinander (und überall muss man die Schuhe ausziehen :-)
Sri Lanka 03
Insgesamt sind die Leute entspannter, zeigen mehr Respekt. Und es wird gelächelt, gelacht.
Was ich aber wirklich am beeindruckensten fand: Es gibt Paare, es wird auch draußen mal Händchen gehalten, geflirtet, und im Park gekuschelt, fast wie in daheim in manchen Gegenden Europas (ja, ich spreche nicht von Niederbayern oder gar Fulda, wo man mit einem Exorzismus oder Folter rechnen muss, wenn man öffentlich fragt, ob nicht die Reformation vielleicht doch ein paar gute Gründe hatte und vielleicht doch nicht nur Satans Werk war und wo selbst der übelste CSU-Betonkopf noch als linksradikal angesehen wird) ...
Einfach schön ist es, mal eine Stadt zu erleben, wo man spazieren gehen kann (und sonst habe ich eigentlich nichts gemacht), wo man schöne Ecken findet, immer wieder mal, wo man schöne Menschen sieht, überall ...
Doch, da muss ich wieder hin, mit mehr Zeit und mit einem richtig schönen Hotel ...

Sri Lanka 01

Freitag, 24. August 2012

und wieder zurück ...

Man buche niemals einen Flug, ohne zu überprüfen, ob man vom Zielflughafen dann auch wirklich noch zum Endziel oder wenigstens zu einem Etappenziel weiterreisen kann - wenn ich nachher in Hannover ankomme, fährt zumindest keine S-Bahn mehr, mal schauen, ob dir mir irgend etwas anderes anbieten können, notfalls gibt es, für ein Schweinegeld, zwei Hotels direkt am Flughafen, aber ärgerlich ist es schon ...

in a few moments

Dienstag, 17. Juli 2012

Von Nordhausen nach Leinefelde

Frühstück um 7.30 - kurz vorher hörte der Nachtregen auf.
Dom von Nordhausen, geile Orgel, im Minigottesdienst gehört und kurz mit der Organistin geschwätzt, 84 Jahre alt, klein und zierlich, schwerhörig und einfach sagenhaft, wie dieses Persönchen den Dom zum Klingen bringt.
Dann ratzfatz vier oder fünf Kilometer zur Gedenkstätte KZ Mittelbau Dora geradelt, bei der Annäherung zusehends bedrückt, wusste ich doch vorher, um was für einen Ort es sich handelt, und mich bedrücken solche Orte schon, vor allem, wenn ich Reste in der Landschaft oder auch Stadtschaft entdecke, die die deutsche Verdrängungswut der Nachkriegszeit übersehen hat ...
Tatsächlich erscheint die Gedenkstätte dann wie ein Landschaftspark. Gepflegt, grün, grüner gehts nicht, ordentliche Wege im Rasen, hin und wieder mal ein Gebäude, ein Schotterplatz mit Tribüne, ein paar Stücke Schrott. Das war's.
Jeden Morgen um 11 gibt es eine Führung, frei von Eintritt, kompetent von Fachleuten und die einzige Möglichkeit für Normalsterbliche, in den Stollen zu kommen, sofern er zugänglich ist. Interessant, interessant auch, sich Gedanken über die Vergess-und-Gedenkkultur zu machen, nach dem Krieg wurde alles, was nicht niet-und nagelfest war, demontiert und beim Wiederaufbau der nahen Stadt Nordhausen verwendet. Die Reste der DDR-Gedenkstätte sind zu sehen, die vom Alltag im KZ nichts zeigte, kaum geschichtliche Informationen vermitteln konnte, aber dafür der Vereidigung von Soldaten und ähnlichem Brimbamborium diente - Kommentar eines ehemaligen DDR-Bürgers: "Ja, manche wollten einen besseren Staat machen, aber warum haben sie es nicht gemacht?" und "Das waren doch och alles nur Lügner".
Ich hätte gern noch mehr Zeit gehabt für das Museum aber vor allem für das ehemalige Lager selbst, wäre gerne durch den Wald gewandert, um die letzten sichtbaren Reste der Barackenfundamente zu sehen, um in Ruhe einfach mal dort zu sitzen und den Ort auf mich wirken zu lassen, aber es fehlte mir an Zeit.

Um halb drei war ich dann auf dem Fahrrad, erst wieder nach Nordhausen, quer zum wind, vielleicht sogar mit etwas Rückenwind, sagenhafte Geschwindigkeiten von durchgehend um die 24, 25 km.
Ab Nordhausen dann wieder freies Gelände und Richtung Westen - sofort war er da, der Kumpel Wind, der so nervt, wieder wurde es schwer, langsam.
16.30 erste Regentropfen, 16.45 im Hotel auf einen Kaffee, während draußen Sturzbäche vom Himmel fielen, um 17.40 wieder auf dem Fahrrad, die nächsten Sturzbäche von oben unter einer Autobahnbrücke fast trocken überstanden.
18.15: Feststellen eines richtig heftigen Verfahrens, 5 Kilometer Umwerg,
18.25 platter Reifen
ca. 19.00 im Regen Entscheidung, statt weiter zu fahren, die nächste Pension anzusteuern, die war voll, dafür 2 km Umweg
Aber: der Wirt war ganz Klasse, fragte sich, wo es Alternativen gäbe, buchte per Telephon bei einem Kollegen im Voraus ein Zimmer in einer Pension, die genau auf meinem Weg liegt.
Ca. 19.30 Ankunft dort
Ca. 20.15 Gespräch auf Türkisch beim Dönermann in Leinefelde, der Koch allerdings kommt aus dem Iran und kann nur Deutsch

Sonntag, 15. Juli 2012

60 km gegen den Wind

Eigentlich bin ich gar nicht soooo blöd, aber diesmal ärgere ich mich selbst über meine weniger zufriedenstellende Denkleisung in Sachen Wind: Ich weiß, dass Gegenwind schrecklich sein kann, ich weiß auch, dass in unseren Breiten der Wind normalerweise von Westen nach Osten weht. Warum war ich nicht in der Lage, beides zu kombinieren und auf die Fahrt von Leipzig nach Kassel zu verzichten - andersherum hätte es Spaß gemacht.

Heute ca. 60 km anfangs gegen einen wirklich ganz heftigen Gegenwind, der so stark war, dass man sogar bergab mit viel Kraft trampeln musste um nicht stehen zu bleiben. Statt einem normalen Schnitt von 19 oder gar mehr zu fahren (früher habe ich eine Zeitlang regelmäßige Durchschnitte von 21 oder 22 km gefahren), statt einer normalen Geschwindigkeit habe ich heute allerhöchstens 15 km geschafft, über lange Strecken weniger, außerdem musste man die ganze Zeit treten, auch sehr kräftig auf der Geraden, selbst bergab bedeutete keine Pause.

Von Merseburg

Merseburg

über Querfurt

Qerfurt

ins Harzvorland

Harzvorland

durch Wölferstedt und vorbei an einer dieser riesigen Abraumhalden, von denen es hier wimmelt,

Wölferstedt

bis nach Sengerhausen.


Aber auch wenn es ein paar Stunden länger gedauert hat als geplant und auch wenn das touristische etwas zu kurz kam, das Photographieren und Entdecken neuer Orte, tut es gut, den erschlagenen Körper nach einer Dusche und einem Abendessen auf's Bett zu legen und zu wissen, dass man es geschafft hat.

Samstag, 14. Juli 2012

...

zwei schwere Punkte liegen hinter mir, zum einen die Beerdigung meiner Tante Ewalda, die ich in Kinderzeiten über alles liebte und dann als Erwachsener viel zu selten sah ...

Ewalda

und zum anderen die erste Etappe des Rückwegs, laut Routenplaner http://www.radroutenplaner-bw.de waren es 68 km (ich habe an zwei, drei Stellen die Route etwas verkürzt, weil sinnlose Schlenker eingeplant waren, habe mich aber an drei vier Stellen heftig verfahren, so dass es eher 70 km wurden oder gefühlte 150).
Dabei bin ich zwei mal nass geworden, wurde nur ein mal angehupt, habe ca. sieben mal nach dem Weg gefragt, war davon vier mal genau richtig, kriege gleich mein Möchtegernschnitzel im Nobelhotel und werde morgen weiter radeln ;-)
12-07-14-5452

Dienstag, 26. Juni 2012

Transit

Nein, das darf man nicht machen, Transit in Istanbul, im Flughafen sitzen und nach ein paar Stunden wieder verschwinden, ohne in die Stadt gegangen zu sein, ohne über den Bosporus gefahren, Leute gesehen, Luft geschnuppert zu haben ...
Gleich heule ich - und das nur, weil ein Direktflug fast das doppelte gekostet hätte ...


Fine

(Ja doch, ich kann doch hier gerade nicht raus, also habe ich ein altes Bild genommen, menno!)

Montag, 25. Juni 2012

schon wieder ist mir aufgefallen, dass ich illegaler Ausländer war ...

diesmal musste ich Strafe zalen, hat mich zwanzig Euro gekostet - in ein paar Stunden bin ich in Istanbul, dann später auch irgendwann in Deutschland ;-)

Fine

Freitag, 18. Mai 2012

Abenteuer Zug

Normalerweise passieren mir ein paar Sachen nicht: verschlafen, wenn ich einen wirklich wichtigen Termin habe, wichtige Unterlagen zu Hause vergessen, wenn ich irgendetwas zu beantragen habe und mein Portemonaie irgendwo zu verlieren – gerade das letzte ist mir eben im Zug von Kairo nach Alexandria passiert. Vertieft in das Gespräch mit dem netten Nachbarn, der mir auch angeboten hatte, mich zur Bibliothek zu bringen, stieg ich aus und merkte draußen, dass etwas fehlte.
Wir mussten warten, bis der Zug wegführe um dann über das Gleis auf die andere Seite des Bahnhofs zu kommen, eine sehr seltsame Einrichtung, die ich sonst noch nirgends so gesehen
habe, aber hier eben ganz normal.

Cairo - Alexandria

Während wir also warteten stellte ich fest, dass das Portemonaie fehlte, wir rannten zurück, er fand das Ding tatsächlich unterm Sitz und ich war unendlich dankbar – der Zug aber fuhr schon an. Ok, kein Problem, Alex ist Endstation, zumindest ein Behnhof in irgendeinem Vorort, wir würden sicher irgendwie zurück kommen – aber der Zug fuhr so langsam, so entschieden wir, aus dem Zug zu springen. Das Zugpersonal gab uns Tipps, wie man das am besten macht und so sprang ich eben zum ersten Mal in meinem Leben aus einem fahrenden Zug (der nicht viel schneller wr als schnelle Gehgeschwindigkeit).
Kein Problem eigentlich aber ein Abenteuer ;-)

Donnerstag, 26. April 2012

und schon wieder unterwegs

ich könnte mich daran gewöhnen, jetzt sitze ich noch im Frankfurter Flughafen herum, in ein paar Stunden werde ich wieder zu Hause sein :-)

Stippvisite 01

Natürlich werde ich versuchen, ein paar Photos zu machen, hottentlich mit mehr Zeit als beim letzten Mal, wo ich nur zwei Tage dort war ...

Stippvisite 02

Montag, 16. April 2012

mal wieder in Deutschland

ja, mal wieder in Deutschland.
Auf dem Weg ausnahmsweise die Kamera auf dem Schoß gehabt und gelangweilt rausgehalten, in der Hoffnung, wir würden mal wieder über Istanbul fliegen. War nicht so, stattdessen griechische Inselwelten

unterwegs

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