Körperzeiten
Nach anderthalb Jahren war ich heute wieder das erste mal mit nacktem Oberkörper in der Öffentlichkeit (nun ja, ein paar Kollegen) zu sehen.
Spannend das, gestern noch, als ich die Badehose heraussuchte, konnte ich mir nicht vorstellen, irgendwen meine Narben sehen zu lassen (die am Rücken ist wohl nur ca. 25 cm lang, die habe ich noch nie gesehen, die am Bauch reicht vom Brustbein bis zum Schambein herunter, quer dazu gibt's dann noch die kleinere für den damaligen künstlichen Darmausgang und noch ein paar Löcher, aus denen diverse Drainageschläuche herausgeführt worden waren ...). Heute am Strand aber war es eigentlich ganz einfach, das T-Shirt auszuziehen und ins Wasser zu springen, ganz hilfreich war dabei vielleicht die Vorstellung, dass von denen dort keiner meinen Luxuskörper vor Unfallzeiten zu Gesicht bekommen hatte.
Also saß ich arg unbekleidet herum, schwamm im roten Meer, obwohl es mir kaum bis übers Knie reichte, erstaunte die ganze Kollegenschar, die sich am heutigen, kältesten Tag dieses Winters, versuchte, irgendwie warm zu halten - aber kalt war's wirklich nicht, beim ersten Schwimmgang, nur den zweiten, der dann auch nur ein paar Sekunden dauerte, fror ich dann doch ...
Und C. meinte einfach nur: "Na, die haben dich ja wirklich ganz schön weit aufgeschlitzt," und M. wollte einfach genauer wissen, was alles kaputt war damals, ganz unbekümmert gefragt, aus interesse, ...
Immer wieder habe ich mir überlegt, dass es schwierig wäre, den entstellten Körper mal wieder zu zeigen (der überdem viel zu viel geworden ist, mindestens 10 kg mehr als vor dem Unfall), aber jetzht ist es einfach so passiert und es ist ok.

Spannend das, gestern noch, als ich die Badehose heraussuchte, konnte ich mir nicht vorstellen, irgendwen meine Narben sehen zu lassen (die am Rücken ist wohl nur ca. 25 cm lang, die habe ich noch nie gesehen, die am Bauch reicht vom Brustbein bis zum Schambein herunter, quer dazu gibt's dann noch die kleinere für den damaligen künstlichen Darmausgang und noch ein paar Löcher, aus denen diverse Drainageschläuche herausgeführt worden waren ...). Heute am Strand aber war es eigentlich ganz einfach, das T-Shirt auszuziehen und ins Wasser zu springen, ganz hilfreich war dabei vielleicht die Vorstellung, dass von denen dort keiner meinen Luxuskörper vor Unfallzeiten zu Gesicht bekommen hatte.
Also saß ich arg unbekleidet herum, schwamm im roten Meer, obwohl es mir kaum bis übers Knie reichte, erstaunte die ganze Kollegenschar, die sich am heutigen, kältesten Tag dieses Winters, versuchte, irgendwie warm zu halten - aber kalt war's wirklich nicht, beim ersten Schwimmgang, nur den zweiten, der dann auch nur ein paar Sekunden dauerte, fror ich dann doch ...
Und C. meinte einfach nur: "Na, die haben dich ja wirklich ganz schön weit aufgeschlitzt," und M. wollte einfach genauer wissen, was alles kaputt war damals, ganz unbekümmert gefragt, aus interesse, ...
Immer wieder habe ich mir überlegt, dass es schwierig wäre, den entstellten Körper mal wieder zu zeigen (der überdem viel zu viel geworden ist, mindestens 10 kg mehr als vor dem Unfall), aber jetzht ist es einfach so passiert und es ist ok.

erik-n - 25. Jan, 17:42
finds einfach nur gut, dass du dich da nicht schamhaft versteckst. zugegeben, ich habe schon nettere bäuche gesehen, zugegeben, ich hab' da aber noch andere gesehen, die eklig waren (und das ohne narben).
und wenn sich geschichte in den körper schreibt ... dann wird man es nicht ändern können. ok, dass du auf diese beschriftung gerne verzichtet hättest, weiß ich. ich hätte auch gerne darauf verzichtet.
und der photograph in mir denkt gerade: bei etwas seitemlicht ....