Jakobsweg - 26.04.2008: Estella => Los Arcos
ganz gemütliches aufstehen bei den Franzosen - kein allgemeines wecken und leute, die beim aufstehen ruhiger und rücksichtsvoller sind als das in anderen herbergen bisher der fall war (aber bei den franzosen war ich auch der einzige deutsche, ob es daran lag?).
ich hatte ja inzwischen die technik erlernt, das ganze gepäck schon vorzupacken - die restlichen zwei, drei teile kommen morgens in den schlafsack, alles wird raus getragen und anziehen sowie endgültiges packen passiert dann erst draußen, nicht im schlafsaal, wo man die anderen aufweckt.
beim anziehen und packen konnte ich dann die drei süßen kleinen franzosen beneiden (2 jungs, 1 mädchen, studenten , die sich eine auszeit genommen haben und ein paar tage auf dem Jakobsweg wandern, ehe sie wieder in die uni zurückkehren) - beneiden, weil sie die espressokanne mitschleppten und so das morgendliche vergnügen eines kaffees hatten.
meinen kaffee bekam ich dann draußen nach den ersten ein bis zweihundert metern in einer Paneteria, und dazu ein geiles teil mit schoko ;-)
der weg aus der stadt (immer brav began ;-) führt durch Ayegui und teilt sich dann - links geht's am kloster Nuestra Senora la Real de Irache und eine Weinbodega vorbei, die sich den luxus der berühmten weinquelle ( http://www.irache.com/webcam.html ) leistet, eine "Weinquelle", aus der Wein ausgegeben wird, soviel ich gehört habe, 50 liter am tag und bei der man die geliebten pilger - wenn man wirklich jemanden kennt, der's tut - per webcam sehen kann - die ist aber öfter mal kaputt, deswegen habe ich gar nicht erst sms mit der adresse verschickt, recht so, wie sich zeigte, die camera war gerade nicht online.
Wie gesagt, hinter Ayegui zweigt sich der weg - beide zweige sind ungefähr gleich lang, beide gehen über vergleichbare kleine straßen, aber nur der eine ist ausgeschildert:

bei beiden wegen könnte man wohl auch irgendwo die kleinen gelben pfeile finden, aber das fette schild ist klar, da weiß man, wo's hingeht ;-)
und ja, bei der quelle selbst dann einige leute und gute laune - auch ich habe mir ein fläschchen gezapft, nicht mehr als einen halben liter, und auch gleich mal probiert, am frühen morgen, laut kamera-zeitangabe um 8.45 Uhr, also richtig früh und mit nur einem schokoteil im bauch, wurde es ein lustiges gefühl beim weiterwandern, aber vorher noch photos für diesen und jene, dabei habe ich völlig vergessen, mit der eigenen kamera zu photographieren, aber das eine gibt's dann doch noch von einer unbekannten radfahrerin:

Beschickert ging's also weiter, erst siedlungsgebiet in praller sonne, was die weinwirkung noch erhöhte, dann durch recht beschauliche heckenwege, später landwirtschaftliche öden.
den ganzen tag über waren die beiden Australier nicht weit weg - ich überholte sie, dann wieder überholten sie mich, dann wieder ich sie, dann wanderten wir ein paar kilometer gemeinsam, dann sauste ich wieder davon. nett die beiden (und mit ende fünfzig und mitte siebzig nicht die allerjüngsten hier, aber doch recht fit und lustig, schade, dass ich inzwischen die namen vergessen und die entsprechenden zettel verloren habe). auf jeden fall verschwinden sie auf dem bild hier gerade um die ecke ;-)

kurz vor Los Arcos dann noch eine wirklich spannende gegend, die dominiert war von einem leuchtend blühenden gebüsch, eine strauchart, die ich vorher nie gesehen hatte und von der ich auch heute noch nicht weiß, was das wohl für ein gekraut sein mag. dort probierte ich auch zum ersten mal das wandern mit musik aus, es mag zwar als frevel erscheinen, den Jakobsweg mit Nick Cave oder ähnlicher musik auf den ohren zu wandern, aber irgendwie war es doch in ordnung und hat mich weder im wandern noch im denken beschränkt.

phototechnisch hatte ich mir im vorlauf eine sache erhofft: unterwegs würde es ganz ganz viele verschiedene aber auch immer wieder gute graffiti geben. dem war bisher nicht so, graffiti war ganz selten und absolut kein vergleich mit anderen spanischen gegenden - zumindest hatte ich bisher am weg nicht viel nennenswertes entdeckt. in meiner not dann wirklich alles photographiert, heute immerhin in einer unterführung (fast im wald) dann doch ein paar highlights.

In Los Arcos bin ich dann in der ersten Herberge sofort eingefallen, betrieben von den Öschies, nett da, und sehr deutschsprachig.
Am abend durch's städtchen, wieder mal eine schrecklich vergüldete kirche, die gerade abgescholossen werden sollte. nach etwas nettem zureden einer kleinen gruppe, die offensichtlich mehr wusste als ich, schloss der küstner die tür zum innenhof auf - ganz nett, kreuzgang, beblümter garten, aber doch nichts besonderes, aber immerhin war ich herinnen, wo nich jeder reinkommt ;-p
draußen ist mir dann Anne aus Oldenburg über'n weg gelaufen, keine ahnung warum, aber sie war offensichtlich ganz angetan von mir (oder waren es meine kaputten knie?). OK, man kann ja gemütlich irgendwo sitzen und ein bier miteinander trinken, aber mehr nicht - und als sie dann auch noch esotherischen bekehrungsethos an den tag legte, musste ich mich höflich verabschieden und in meiner herberge verschwinden und die gute frau wohl nie wieder sehen.
Gesamtstrecke: 20 km, vom ca. 420 höhenmetern auf ca. 650 geklettert, dann wieder runter auf ca. 460, knie tun immer noch arg weh, ansonsten keine sonderliche anstrengung, diese etappe.
und sollte ich je wieder so etwas machen, wusste ich spätestens hier, dass ich mir ein gps-system anschaffen würde, mit dessen hilfe ich dann tagestouren auswerten könnte ;-)
wetter: sonnig, frühsommerlich warm bis heiß
allgemeinzustand: morgens etwas angeschickert, sonst normal ;-)
ich hatte ja inzwischen die technik erlernt, das ganze gepäck schon vorzupacken - die restlichen zwei, drei teile kommen morgens in den schlafsack, alles wird raus getragen und anziehen sowie endgültiges packen passiert dann erst draußen, nicht im schlafsaal, wo man die anderen aufweckt.
beim anziehen und packen konnte ich dann die drei süßen kleinen franzosen beneiden (2 jungs, 1 mädchen, studenten , die sich eine auszeit genommen haben und ein paar tage auf dem Jakobsweg wandern, ehe sie wieder in die uni zurückkehren) - beneiden, weil sie die espressokanne mitschleppten und so das morgendliche vergnügen eines kaffees hatten.
meinen kaffee bekam ich dann draußen nach den ersten ein bis zweihundert metern in einer Paneteria, und dazu ein geiles teil mit schoko ;-)
der weg aus der stadt (immer brav began ;-) führt durch Ayegui und teilt sich dann - links geht's am kloster Nuestra Senora la Real de Irache und eine Weinbodega vorbei, die sich den luxus der berühmten weinquelle ( http://www.irache.com/webcam.html ) leistet, eine "Weinquelle", aus der Wein ausgegeben wird, soviel ich gehört habe, 50 liter am tag und bei der man die geliebten pilger - wenn man wirklich jemanden kennt, der's tut - per webcam sehen kann - die ist aber öfter mal kaputt, deswegen habe ich gar nicht erst sms mit der adresse verschickt, recht so, wie sich zeigte, die camera war gerade nicht online.
Wie gesagt, hinter Ayegui zweigt sich der weg - beide zweige sind ungefähr gleich lang, beide gehen über vergleichbare kleine straßen, aber nur der eine ist ausgeschildert:

bei beiden wegen könnte man wohl auch irgendwo die kleinen gelben pfeile finden, aber das fette schild ist klar, da weiß man, wo's hingeht ;-)
und ja, bei der quelle selbst dann einige leute und gute laune - auch ich habe mir ein fläschchen gezapft, nicht mehr als einen halben liter, und auch gleich mal probiert, am frühen morgen, laut kamera-zeitangabe um 8.45 Uhr, also richtig früh und mit nur einem schokoteil im bauch, wurde es ein lustiges gefühl beim weiterwandern, aber vorher noch photos für diesen und jene, dabei habe ich völlig vergessen, mit der eigenen kamera zu photographieren, aber das eine gibt's dann doch noch von einer unbekannten radfahrerin:

Beschickert ging's also weiter, erst siedlungsgebiet in praller sonne, was die weinwirkung noch erhöhte, dann durch recht beschauliche heckenwege, später landwirtschaftliche öden.
den ganzen tag über waren die beiden Australier nicht weit weg - ich überholte sie, dann wieder überholten sie mich, dann wieder ich sie, dann wanderten wir ein paar kilometer gemeinsam, dann sauste ich wieder davon. nett die beiden (und mit ende fünfzig und mitte siebzig nicht die allerjüngsten hier, aber doch recht fit und lustig, schade, dass ich inzwischen die namen vergessen und die entsprechenden zettel verloren habe). auf jeden fall verschwinden sie auf dem bild hier gerade um die ecke ;-)

kurz vor Los Arcos dann noch eine wirklich spannende gegend, die dominiert war von einem leuchtend blühenden gebüsch, eine strauchart, die ich vorher nie gesehen hatte und von der ich auch heute noch nicht weiß, was das wohl für ein gekraut sein mag. dort probierte ich auch zum ersten mal das wandern mit musik aus, es mag zwar als frevel erscheinen, den Jakobsweg mit Nick Cave oder ähnlicher musik auf den ohren zu wandern, aber irgendwie war es doch in ordnung und hat mich weder im wandern noch im denken beschränkt.

phototechnisch hatte ich mir im vorlauf eine sache erhofft: unterwegs würde es ganz ganz viele verschiedene aber auch immer wieder gute graffiti geben. dem war bisher nicht so, graffiti war ganz selten und absolut kein vergleich mit anderen spanischen gegenden - zumindest hatte ich bisher am weg nicht viel nennenswertes entdeckt. in meiner not dann wirklich alles photographiert, heute immerhin in einer unterführung (fast im wald) dann doch ein paar highlights.

In Los Arcos bin ich dann in der ersten Herberge sofort eingefallen, betrieben von den Öschies, nett da, und sehr deutschsprachig.
Am abend durch's städtchen, wieder mal eine schrecklich vergüldete kirche, die gerade abgescholossen werden sollte. nach etwas nettem zureden einer kleinen gruppe, die offensichtlich mehr wusste als ich, schloss der küstner die tür zum innenhof auf - ganz nett, kreuzgang, beblümter garten, aber doch nichts besonderes, aber immerhin war ich herinnen, wo nich jeder reinkommt ;-p
draußen ist mir dann Anne aus Oldenburg über'n weg gelaufen, keine ahnung warum, aber sie war offensichtlich ganz angetan von mir (oder waren es meine kaputten knie?). OK, man kann ja gemütlich irgendwo sitzen und ein bier miteinander trinken, aber mehr nicht - und als sie dann auch noch esotherischen bekehrungsethos an den tag legte, musste ich mich höflich verabschieden und in meiner herberge verschwinden und die gute frau wohl nie wieder sehen.
Gesamtstrecke: 20 km, vom ca. 420 höhenmetern auf ca. 650 geklettert, dann wieder runter auf ca. 460, knie tun immer noch arg weh, ansonsten keine sonderliche anstrengung, diese etappe.
und sollte ich je wieder so etwas machen, wusste ich spätestens hier, dass ich mir ein gps-system anschaffen würde, mit dessen hilfe ich dann tagestouren auswerten könnte ;-)
wetter: sonnig, frühsommerlich warm bis heiß
allgemeinzustand: morgens etwas angeschickert, sonst normal ;-)
erik-n - 26. Apr, 11:42
Grafftti?
graffiti und die suche nach dem bild überhaupt ..
ein paar davon gibt's hier, mehr werden sicher noch kommen, http://erik-nehring.de/graffiti/graffiti.htm