Jakobsweg - 24.04.2008: Pamplona => Puenta la Reina
wieder unterwegs - und am anfang war es richtig schön, die knie waren erträglich, die strecke auch, zumindest die ersten paar kilometer: auch ohne einen gesungenen weckchoral bin ich noch vor der sonne aufgestanden, habe flugs gepackt (und trotz des pakets nach santiago fühlte sich der rucksack immer noch arg schwer an ;-) und bin losgewandert durch eine noch recht leere stadt, die erst noch richtig aufwachen musste - frühstück gab es dann erst nach anderthalb kilometern richtung ortsausgang, die anderen bars, an denen ich vorbeikam, waren noch nicht geöffnet oder sahen gar nicht einladend aus.
nach dem frühstück dann durch eine noch recht sanfte landschaft und den morgennebel:

und als ich diese bilder sah, war mir klar, dass so ein bild mein Jabobswegbuch schmücken würde - naja, immerhin steht es jetzt, nach einjähriger verspätung, im netz ...
meine knie schmerzten zwar von anfang an leicht, aber die ersten kilometer waren kein problem, bis es dann auf den Alto del Perdón ging, jenen berühmten berg mit den eisenpilgern, auf dem im mittelalter zur hochzeit des Jakobsweges ein kloster inclusive herberge stand und wo den pilgern, die schwach und krank waren, pardon gewährt wurde (vergebung der sünden oder so), auch ohne dass sie bis nach Santiago wandern mussten. heute gilt die entsprechende regel wohl nicht mehr (nirgends war ein schreiberling auszumachen, der so einen pardon hätte ausstellen können, auch stempel und tintenfass gab es nicht, aber dafür eben jene berühmten pilger):

und

Bei den blechjungs und -mädels musste ich ausgiebig pausieren und immer mal auf der anderen seite den abstieg anschauen - der würde mit meinen knien wieder die hölle werden - wurde er auch, den größten teil des abhangs kletterte ich rückwärts herunter, wenn man bei jedem schritt höllische knieschmerzen bekommt, sobald es bergab geht, entwickelt man spannende, lustig aussehende techniken ;-)
nach einem wirklich sehr kurzen stück von 2 km und 250 metern höhenunterschied ging es wieder gerade weiter durch Uterga bis zur bar am rande des dorfs - nur: gerammelt voll mit pilgern und wohl auch einheimischen, sehr professionell aufgezogen mit angeschlossenem restaurant, wo es dann auch richtiges essen gibt, wenn man will, ein riesenladen, nur leider mit einer völlig überforderten bedienung, die dann auch noch zwischen tresen und küche herumrennen muss um die vorbereiteten brote und die kleinigkeiten herbeizuschaffen, die in der bar verköstigt werden. dementsprechend muss man auf die dame warten - und genau das tat ich, sprach sie auch mehrmals an, mindestens einmal zeigte sie mir dann an, dass sie auch gleich da wäre, irgendwann kam sie dann auch an den tresen zurück um flugs die säcke zu bedienen, die wesentlich später gekommen waren als ich und dann auch noch am weit entfernten ende des tresens warteten, auch nicht deutlicher oder lauter um bedienung bittend als ich, nur eben viel später gekommen und von der guten frau bis dahin noch nicht wahrgenommen im gegensatz zu mir. das ganze hatte 10 minuten gedauert mit dem ergebnis, dass ich laut lospolterte (ja, fremdsprachlich, aber immerhin englisch, in der hoffnung, dass die eine oder andere unflätigkeit zu verstehen wäre).
Ohne kaffee zog ich dann weiter und machte irgendwo unterwegs eine längere pause mit dem letzten müsliriegel aus Jean Pied und der wasserflasche sowie einer schmerztablette.

trotz der knie genoss ich den sonnenschein und wanderte weiter, machte dann eine kaffeepause in Obanos, wo ich auf der suche nach einer bar vom weg abwich und belohnt wurde mit dem charme der 70er jahre und richtig netten leuten dort, auch wenn es nicht viel zu essen gab. Der Weg nach Puenta la Reina zog sich dann noch arg hin, so dass ich glücklich war, gleich in der ersten Herberge am Weg einzufallen, wo ich zwar 7,- € bezahlen musste, aber richtig luxuriöse sanitäre anlagen genießen konnte, die die Herberge als ableger eines recht guten hotels auswiesen (das pilgermenü (brot, eine vorspeise, eine hauptspeise, wein dazu, an die einzelheiten kann ich mich aber leider nicht mehr erinnern und die habe ich damals auch nicht aufgeschrieben) im hause war dann auch nicht extrem billig aber dafür doch besser als oft).
bei der rezeption gab es dann noch zwei lustige beobachtungen, die eine typisch mann: die junge frau an der rezeption sah einfach nur umwerfend gut aus, gerne hätte ich sie photographiert. und die andere beobachtung, typisch rassist, der einfach vorurteile gegenüber deutschen hat: zwei deuschsprachige kurzhaarträgerinnen (der einfachheit halber im tagebuch "typ kampfziege" genannt) versuchten in radebrechendem Englisch mit der rezeptionistin zu klären, dass sie nicht bezahlen wollten, handelte es sich doch ihrer meinung nach um die städtliche herberge, die kostenfrei war - zu der ich es aber nicht geschafft hatte und von der ich dann später auch nichts gutes hörte ...
irgendwann verstanden die beiden dann doch, dass die städtische herberge noch ein stück weges weiter wäre und sie entweder gingen müssten oder eben bezahlen. sie motzten zwar noch ein wenig herum aber bezahlten dann doch.
ich wanderte noch mal in die stadt hinein und schaute mich um - ein hübsches städtchen mit einem tollen kloster, in dem es die dritte herberge gab (von der ich dann wiederum positives hörte), eine schicke einfache kirche und einen großen dorfplatz mit den üblichen säulengängen.

nach dem frühstück dann durch eine noch recht sanfte landschaft und den morgennebel:

und als ich diese bilder sah, war mir klar, dass so ein bild mein Jabobswegbuch schmücken würde - naja, immerhin steht es jetzt, nach einjähriger verspätung, im netz ...
meine knie schmerzten zwar von anfang an leicht, aber die ersten kilometer waren kein problem, bis es dann auf den Alto del Perdón ging, jenen berühmten berg mit den eisenpilgern, auf dem im mittelalter zur hochzeit des Jakobsweges ein kloster inclusive herberge stand und wo den pilgern, die schwach und krank waren, pardon gewährt wurde (vergebung der sünden oder so), auch ohne dass sie bis nach Santiago wandern mussten. heute gilt die entsprechende regel wohl nicht mehr (nirgends war ein schreiberling auszumachen, der so einen pardon hätte ausstellen können, auch stempel und tintenfass gab es nicht, aber dafür eben jene berühmten pilger):

und

Bei den blechjungs und -mädels musste ich ausgiebig pausieren und immer mal auf der anderen seite den abstieg anschauen - der würde mit meinen knien wieder die hölle werden - wurde er auch, den größten teil des abhangs kletterte ich rückwärts herunter, wenn man bei jedem schritt höllische knieschmerzen bekommt, sobald es bergab geht, entwickelt man spannende, lustig aussehende techniken ;-)
nach einem wirklich sehr kurzen stück von 2 km und 250 metern höhenunterschied ging es wieder gerade weiter durch Uterga bis zur bar am rande des dorfs - nur: gerammelt voll mit pilgern und wohl auch einheimischen, sehr professionell aufgezogen mit angeschlossenem restaurant, wo es dann auch richtiges essen gibt, wenn man will, ein riesenladen, nur leider mit einer völlig überforderten bedienung, die dann auch noch zwischen tresen und küche herumrennen muss um die vorbereiteten brote und die kleinigkeiten herbeizuschaffen, die in der bar verköstigt werden. dementsprechend muss man auf die dame warten - und genau das tat ich, sprach sie auch mehrmals an, mindestens einmal zeigte sie mir dann an, dass sie auch gleich da wäre, irgendwann kam sie dann auch an den tresen zurück um flugs die säcke zu bedienen, die wesentlich später gekommen waren als ich und dann auch noch am weit entfernten ende des tresens warteten, auch nicht deutlicher oder lauter um bedienung bittend als ich, nur eben viel später gekommen und von der guten frau bis dahin noch nicht wahrgenommen im gegensatz zu mir. das ganze hatte 10 minuten gedauert mit dem ergebnis, dass ich laut lospolterte (ja, fremdsprachlich, aber immerhin englisch, in der hoffnung, dass die eine oder andere unflätigkeit zu verstehen wäre).
Ohne kaffee zog ich dann weiter und machte irgendwo unterwegs eine längere pause mit dem letzten müsliriegel aus Jean Pied und der wasserflasche sowie einer schmerztablette.

trotz der knie genoss ich den sonnenschein und wanderte weiter, machte dann eine kaffeepause in Obanos, wo ich auf der suche nach einer bar vom weg abwich und belohnt wurde mit dem charme der 70er jahre und richtig netten leuten dort, auch wenn es nicht viel zu essen gab. Der Weg nach Puenta la Reina zog sich dann noch arg hin, so dass ich glücklich war, gleich in der ersten Herberge am Weg einzufallen, wo ich zwar 7,- € bezahlen musste, aber richtig luxuriöse sanitäre anlagen genießen konnte, die die Herberge als ableger eines recht guten hotels auswiesen (das pilgermenü (brot, eine vorspeise, eine hauptspeise, wein dazu, an die einzelheiten kann ich mich aber leider nicht mehr erinnern und die habe ich damals auch nicht aufgeschrieben) im hause war dann auch nicht extrem billig aber dafür doch besser als oft).
bei der rezeption gab es dann noch zwei lustige beobachtungen, die eine typisch mann: die junge frau an der rezeption sah einfach nur umwerfend gut aus, gerne hätte ich sie photographiert. und die andere beobachtung, typisch rassist, der einfach vorurteile gegenüber deutschen hat: zwei deuschsprachige kurzhaarträgerinnen (der einfachheit halber im tagebuch "typ kampfziege" genannt) versuchten in radebrechendem Englisch mit der rezeptionistin zu klären, dass sie nicht bezahlen wollten, handelte es sich doch ihrer meinung nach um die städtliche herberge, die kostenfrei war - zu der ich es aber nicht geschafft hatte und von der ich dann später auch nichts gutes hörte ...
irgendwann verstanden die beiden dann doch, dass die städtische herberge noch ein stück weges weiter wäre und sie entweder gingen müssten oder eben bezahlen. sie motzten zwar noch ein wenig herum aber bezahlten dann doch.
ich wanderte noch mal in die stadt hinein und schaute mich um - ein hübsches städtchen mit einem tollen kloster, in dem es die dritte herberge gab (von der ich dann wiederum positives hörte), eine schicke einfache kirche und einen großen dorfplatz mit den üblichen säulengängen.

erik-n - 24. Apr, 11:12