ägyptische Zeiten

Montag, 22. Juli 2013

langsamer Aufbruch

Gestern war alles wunderbar:
Aufstehen nach einfachen Aufwachen ganz ohne Stress und Wecker gegen sieben, ein paar Runden im Pool, geütliches Frühstück, nachdem ich wieder soweit eingerichtet bin, dass ich kochen kann und alles Mögliche, ...
Dann habe ich entschieden, wohin ich fahren will, dieses Wochenende, diese vier freien Tage, in eine kleine Tempelstadt namens Tirunnamalai, 200 km entfernt, was auf Indiens Straßen schcon vier bis fünf Stunden Fahrt bedeuten kann, ich druckte mir Karten aus, war bereit lozzuziehen.
Dann ging ich zur Bank, das dauerte ungefähr ewig und dann dachte ich mir einfach, dass es schon spät war un dnach Regen aussah, dass es ja noch genug Zeit gäbe, wenn ich heute losführe, wunderbar ...
Heute Morgen:
Schwimmen im Pool bei Nieselregen, Frühstück bei Nieselregen und jetzt sieht es immer noch nicht besser aus, auf dem Motorrad nicht wirklich spaßig, also sitze ich jetzt erstmal hier und schaue, wenn es bis Mittag trockener wird, fahre ich noch los, ansonsten aber bleibe ich halt einfach hier - was schade wäre, aber der Plan war ja, mit dem Motorrad loszuziehen ...

Als Trost gibt es weingstens mal ein Photo von der Anlage, in der ich jetzt wohne ...

at home

Montag, 1. Juli 2013

Endlich: In Ägypten wehren sich die Menschen wieder ...

es wird langsam Zeit.
Schon am Anfang der Revolution machten die Ägypter den Fehler, ihre Generäle, allesamt Freunde, Vertraute oder zumindest Unterstützer und Nutznießer des Mubaraksystems, nicht zu entmachten, sonden ihnen die Macht zu überlassen, also den allerschlimmsten Mördern, Dieben und in Sachen Politik und Wirtschaft Idioten (die natürlich vom Westen unterstützt wurden und werden, ein großer Applaus an den Westen, dem ja schon immer Diktaturen und Massenmord lieber war als ein Volk, das die eigenen Interessen in die Hand nimmt). Diese Generäle machten indirekt Mursi zum Präsidenten, einen Betonkopfislamisten, der wiederum genauso keine Ahnung hat vom Leben, von Politik, von Wirtschaft, von Menschenrechten und für den der Koran in seiner eigenen Steinzeitauslegung das einzige Buch ist, das er vermutlich je gelesen hat, verstanden hat er vermutlich noch weniger, denn Islam als Idee ist tausend Mal friedlicher, toleranter und liebt die Menschen im Gegensatz zu den Ideen der Bruderschaft. Und das Volk spielte mit, lies sich von den Worten "Demokratie, gewählt, Mehrheit" blenden und vergaßen dabei den massiven Wahlbetrug der Generäle, die erst zur Wahl zwischen dem einen General und dem anderen Moslembruder führte, zur Wahl zwischen Pest und Cholera, denn ohne ihren Betrug hätte es eine Wahl zwischen einem weltlichen Liberalten gegeben und dem Bruder, den die Bruderschaft locker und mit Links verloren hätte.
Nach einem Jahr, das Mursi dazu nutzte, seine private Macht und die der Moslembruderschaft ganz und gar undemokratisch zu mehren durch Basteleien an der Verfassung, andererseits durch verfassungsfeindliche Gesetze, durch Gewalt, durch Lügenkampagnen in den staatlichen Medien usw, nach einem Jahr der politischen Unfähigkeit und des wirtschaftlichen Absturzes sind die Ägypter endlich wieder auf der Straße.
Es wird Zeit.
Und jetzt wäre ich gerne wieder dort, in dem Land, das ich damals frustriert verlassen hatte, frustriert, weil all die Energie, der Mut, die Freude und Zuversicht der Menschen, die eine Revolution gemacht zu haben glaubten, mit Füßen getreten wurden, weil diese Menschen, die so schön uns stolz auf Ägyptens Straßen gefegt hatten, weil sie endlich wieder in einem Land lebten, das ihres war, das sie gestalten, schön machen wollten.
Der Dreck war wieder da, wieder war draußen kaum jemand, der sich wagte, dem Gegenüber in die Augen zu schauen, wieder versank all das Positive in jenem bigotten Lügenmeer, in dem nur der Schein zählt ...
Ich hoffe, dass die Ägypter diesmal nicht vor den Generalen halt machen, dass sie nicht die alten Dinosaurier an der Macht lassen, sondern dass sie jetzt weiter gehen und sich trauen, selbst zu bestimmen. Und sei es nur dadurch, dass sie wirklich Neuwahlen erzwingen und einen Wahlbetrug wie beim letzten Mal nicht zulassen, dass sie auch nach den Wahlen präsent bleiben, ihre Rechte einfordern und sich nicht blenden lassen von tumben Moschee-Predigern, die den einzig wahren Weg zu wissen behaupten, Weißhaus-Entsandten, die jedem in den Popo klettern, der "Stabilität" verpricht, der den Status Quo halten will (schreiende Ungerechtigkeit, gigantisches Elend, Missachtung von Demokratie und Menschenrechten, Unterdrückung der Frau, der Intelligenz, der Nubier, der ... der ... fast aller Menschen eben usw. usw.) oder weichgespülten FDP-Reisenden, die auf dem Tahrir Square auch nur Worthülsen loswerden wollen um danach dann mit den Generälen in exclusiver Runde beim Essen über die Verteilung der Gewinne zu verhandeln.

Doch, wenn ich sehe, dass es immer noch etwas gibt von dem Geist, der damals Mubarak wegschwemmte, der Ägypten für kurze Zeit zum wirklich schönen Land machte, in dem zu Leben eine Freude war, dann geht es mir gleich besser - auch wenn ich mir heimlich Sorgen mache um S., die mittendrin ist in Ägypten ...

Sonntag, 24. Juni 2012

Beachtliche Steigerung

Nun, der Vorsitzende der Wahlkomission war dann doch in der Lage, nach fast einer Stunde Geblubber das Endergebnis zu verlesen, offiziell hat Morsy, Kandidat der Moslembrüder, mit 51% gewonnen.
Auch in Port Said gehen gerade Feuerwerkskörper hoch, dauerhupende Autos kommen langsam auf die Straße, die Stadt, die mehr oder weniger eingefroren war während der Verkündung des Wahlergebnisses erwacht wieder.
Der Bürgerkrieg, den ich befürchtet hatte für den Fall, dass die Generäle sich mit einem gefälschten Wahlergebnis durchsetzen würden, findet erstmal nicht statt.

Veröffentlichung des Wahlergebnisses

Gerade läuft live die Veröffentichung des Wahlergebnisses der Präsidentschaftswahlen in Ägypten. Fünf Minuten lang verlas der Sprecher eine Selbstbeweihräucherung der Wahlkomission, die nur Allah gehorch usw. (nun, meine Meinung zum Wahrheitsgehalt von Inhabern öffentlicher Ämter im Ägypten Mubaraks und seiner Nachfolger und Speichellecker in SCAF und Ähnlichen Organisationen ist bekannt). 10 Minuten gingen drauf, über die Widerstände zu jammern, unter denen die arme Kommission zu leiden hatte. Mein Mileid sei mit ihm.
Seit 30 Minuten verliest er jetzt die Ergebnisse der Beschwerden, die gegen die Wahlen eingereicht worden waren, es geht da teilweise um eine oder zwei Stimmen, die irgendwo falsch gezählt wurden.
Es sieht so aus, als würde das noch ein paar Stunden so weiter gehen und zieht den gesamten Wahlprozess ins Lächerliche.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Wahlen in Ägypten

Ah ja, die Präsidentenwahlen sind vorbei, die Generale drehen am Rad, die ihnen hörige Wahlkommission muss üebr den Ausgang der Wahl entscheiden.
Inzwischen hat die Vereinigung der Richter verlautbart, dass Morsy, der Kandidat der Moslem Brothers mit einer Million Stimmen gewonnen hat - das wurde errechnet aus den Ergebnissen aus den Wahllokalen und erscheint recht zuverlässig.
Aber die Wahlkommission muss noch über Vorwürfe über Betrug bei den Wahlen entscheiden und heute gibt es dann Meldungen, wonach in einer Druckerei angeblich bis zu 2 Millionen Wahlzettel gefälscht worden wären, genau die Zahl, die der Kandidat der Wahl der Generäle, ex Mubarak-Ministerpräsident und enger Mitarbeiter Mubaraks und eben auch ehemaliger General, Shafiq bräuchte, um sich Präsident nennen zu können.
Das schöne für die Generäle: die Entscheidung der Wahlkommission kann nicht angefochten werden, sie gilt, egal wie viele Tatsachen, Zeugenaussagen, ... dagegen sprechen würden ... Für solch absurde Regeln hat das Militär gesorgt.

Nun, das Militär ist gewappnet mit Panzern, scharfer Munition, tonnenweise Tränengas, ... für den Fall, dass das Volk auf demokratische Rechte pochen sollte

(mal ganz abgesehen davon, dass denen, die die Revolution damals starteten, ganz sicher nicht geschlossen hinter Morsy stehen, aber er wäre das Produkt eines demokratischen Prozesses, und um den geht es hier).

http://www.egyptindependent.com/news/publishing-house-protests-accusations-pre-marked-ballots

Samstag, 9. Juni 2012

Ausländer ermorden Ausländer - Oder die Wahrheit der Mubaraks

Als die Revolution anfing haben einige Lügner, in der Regel Teile, Offizielle und Nutznießer des Mubarak-Systems, behauptet, es wären Ausländer, die auf dem Tahrir-Square protestierten.
Dann haben dieselben Lügner, in der Regel Teile, Offizielle und Nutznießer des Mubarak-Systems, behauptet, es wären Ausländer, die die Menschen auf den Tahrir Square erschossen.
Also haben Ausländer Ausländer umgebracht, soweit es nach diesen Teilen und Nutznießern des Mubarak-Systems geht.
Aber warum lassen sie uns nicht in Ruhe, während wir uns gegenseitig umbringen, sondern schelten zur Zeit Werbespots im staatlichen Fernsehen, die vor uns Ausländern warnen, die wir als Spione heimlich zuhören, wenn es z.B. um die Ölkrise oder um politische Probleme in Ägypten geht?

Ich gehe jetzt raus, darauf vertrauend, dass die Leute die Warnungen des staatlichen Fernsehens richtig verstanden haben und mir keine Staatsgeheimnisse verraten wie z.B. dass es keinen Filterkaffee mehr gibt in Port Said oder dass die Schlangen an den Tankstellen noch länger geworden sind oder dass es immer mehr Autos ohne Nummernschild gibt, die sowieso die Verkehrsregeln ignorieren, aber keine Lsut mehr darauf haben, die Strafen zu bezahlen, die fällig wären, wenn sie aufgeschrieben würden ...

Samstag, 2. Juni 2012

Gerechtigkeit auf ägyptisch

Mubarak, ehemaliger Diktator und Präsident während der "Revolution" im Frühjahr des letzten Jahres wurde heute zu lebenslänglicher Haft verurteilt, weil er sich schuldig gemacht hätte, diese Morde nicht zu verhindern, die meisten seiner Untergebenen wurden freigesprochen.
Natürlich war er als Präsident, der das Land lange Zeit autokrtisch geführt hatte, verantwortlich, natürlich gab er die Befehle und natürlich waren seine engsten Mitarbeiter beteiligt.
Aber - und dafür muss man auch dem Gericht Respekt zollen - diese Befehle lassen sich nicht nachweisen, vor allem auch, weil die nach wie vor im Amt agierenden höheren Ebenen der Sicherheitskräfte sich der Anklage verweigert haben, Beweise auszuliefern. Das Gericht konnte nur anhand der vorhandenen Beweise entscheiden und die hat die Militärführung nicht herausgerückt.
Nach wie vor meine ich, dass Tantawi und andere frühere Freunde Mubaraks gemeinsam mit dem Exdiktator ins Gefängnis gehören, nach wie vor machen dich nichts anderes als das Land auszusaugen und die Rechte der meisten Ägypter zu vergewaltigen.
Solange Mörder und Generale (beides oft genug in Personlanuniion) das Land beherrschen, wird es keine Gerechtigkeit geben.
Ich gehe jetzt raus mal schauen, was in Port Said jetzt los ist, ich hoffe, es gibt wenigstens eine kleine Demo!

Donnerstag, 31. Mai 2012

20 000 Polizisten, 160 Panzer - sieht so aus, als würde Mubarak freigesprochen

Es hat mich schon sehr erstaunt, dass das Militär zugelassen hat, dass Mubarak überhaupt vor Gericht gestellt wurde.
Und die Show, die da abgezogen wird, ist schon ekelig, Mubarak lässt sich auf der Liege in den Saal fahren und tut ach so krank, während Angestellte aus dem Krankenhaus, in dem er fürstlich residiert von munteren Spaziergängen in Begleitung von Freunden - auch höchsten Militärs - berichten.

Jetzt werden Pläne öffentlich, die von 20 000 Polizisten und 160 Panzern zum Schutz des Gerichtsortes sprechen für den Tag der Urteilsverkündung, sieht doch sehr so aus, als hätte SCAF als herrschendes Organ der Militärjunta schon im Voraus Informationen, die wir erst Sonntag bekommen, Informationen, die wohl zu sehr heftigen Reaktionen führen werden, sieht so aus, als würde der Mörder, Folterknecht, Dieb, Exdiktator usw. ... Mubarak freigesprochen werden.

Ich hoffe, dass ich diesmal nicht Recht habe

http://www.egyptindependent.com/news/20000-police-160-tanks-secure-mubarak-trial-ahead-verdict

Mittwoch, 30. Mai 2012

ägytische Wunder ...

eigentlich wollte ich es vorige Woche noch posten:
Damals hielt ich es für die logischste Vorgehensweise bei einem Wahlbetrug durch SCAF und befreundete Vertreter des alten Mubarak-Regimes, im ersten Wahlgang Morsy, den MoslemBruder gewinnen zu lassen und Shafiq, ehemaligen General, Mubaraks Mitstreiter und dessen letzter Premierminister auf die zweite Stelle zu hieven. Wenn dann im zweiten Wahlgang dieser Traumkandidat des alten Regimes und der Generäle gewinnt, werden Sie sagen, dass das daran läge, dass die MoslemBrüder im Parlament so beschissen arbeiten (was allerdings stimmt) und die Leute deswegen Morsy gewählt hätten (was ich für sehr unwahrscheinlich halte).

Und bei dieser Wahl sind denn auch einige Wunder geschehen:
  • es wird gesagt, dass es statt 45 Millionen Wahlberechtigten, die es noch bei einem Verfassungsreferenduml im März letzten Jahres gab, jetzt 50 Millionen, fünf Millionen mehr sind. (Den Unterschied hat die Allianz des revolutionären Ägyten in einem Aufruf zu Demonstrationten am Freitag veröffentlicht)
    Die Listen mit Wahlberechtigten haben Vertreter des alten Regimes erstellt, die nach wie vor überall in ihren Positionen sitzen, unabhängige Wahlbeobachter durten täglich 30 Minuten im Wahllokal verbringen, auch bei der Stimmauszählung waren sie nur teilweise anwesend, internationale Beobachter hatten nur sehr sehr beschränkten Zugang. Niemand weiß genau, wer gewählt hat, wer nicht.
    • Es wird von Seiten der Unterstützer des linken Kandidaten Hamdeen Sabahi, aber auch anderen unabhängigen Gruppen und Medien davon gesprochen, dass ca. 700 000 Soldaten und/oder Polizisten auf Befehl für Shafiq abstimmen mussten, obwohl sie in Ägypten grundsätzlich nicht wahlberechtigt sind (worüber man streiten müsste, aber auf gar keinen Fall darf ihnen befohlen werden, für wen sie zu stimmen haben ...)
    • 127 000 Tote, teilweise schon vor mehreren Monaten verstorben, haben iwohl hre Stimme abgegeben, wieder weiß niemand, wie es dazu okmmen konnte, dass sie überhaupt noch auf den Listen waren und dass in den Wahllokalen niemand bemerkt hat, das die Leute, die da wählten, sochn seit Monaten tot waren, also sicher nicht so lecker gerochen haben wenn sie dann tatsächlich in Persona den Weg ins Wahllokal fanden - Wie gesagt, unabhängie Beobachter waren nur sehr kurze Zeit anwesend

Es gibt noch eine Menge anderer Unstimmigkeiten, bei sehr vielen davon scheinen die Generäle und SCAF direkt oder indirekt beteiigt.

Außerem: SCAF und seine Marionetten in der derzeitigen Regierung haben deutlich gemacht, dass sie für Proteste gegen Shafiq als Präsidenten gewappnet sind, mehrere zehntausend Polizisten stehen bereit, bis an die Zähne bewaffnet, trainiert, unter anderem mit 20 Tonnen Tränengas aus US-Produktion (allerdings dort nicht zugelassen, weil es zu stark ist und die Gesundheit der betroffenen gefärdet) ausgestattet, ...

Es sieht so aus, als würde das, was von der Revolution noch übrig ist, in sehr kurzer Zeit liquidiert werden, ein Mubarak-Freund wird Präsident, die Generäle machen weiter wie gehabt, die Opposition wird niedergeknüppelt oder gleich auf dem Tahrirsquare erschossen - die Propaganda arebitet seit Monaten daran, sie für alles verantwortlich zu machen, was im Land nicht funktioniert, viele Ahnungslose werden applaudieren, wenn das Militär brutal zuschlägt.


Es ist einfach nur noch frustrierend, sich all das anschauen zu müssen und nichts dagegen tun zu können. Was ich schade finde ist aber, dass die Menschen, die erfolgreich einen Mubarak vertrieben haben, an dieser Stelle aufgehört haben, die Revolution verschenkt haben, statt einfach weiter zu machen - ein paar Tage länger Revolution und ein paar Leute mehr im Gefängnis und vor Gericht, und es hätte wirklich eine Chance für einen Wechsel gegeben

Und warum nimmt mich das so mit? Weil ich bei dieser Revolution die Menschen gerade auf jenem Tahrirsquare erlebt habe, die Freude, endlich aufgestanden zu sein, die Verantwortung in die Hand genommen zu haben, etwas verändert zu haben, weil ich mich wohl fühlte sicher und positiv inmitten dieeser Bewegung (die ich zwar nur als Beobachter erlebte, aber eben auch die Atmosphäre wahrnehmen konnte, die sich sehr geändert hatte, kurzfristig zumindest). Und weil ich diese ansteckende Hoffnung ganz vieler, völlig verschiedener Menschen erlebte, die sich einen neuen Anfang versprochen von ihrer Revolution - und heute ist davon leider gar nichts mehr übrig.

Samstag, 26. Mai 2012

Fayoum

Heute war ein Ausflug nach Fayoum angesagt - eigentlich kein Problem, wenn man sich vorher informiert, und das hatten wir: Buse würden an der Busstation am Ramses-Bahnhof mitten in Kairo fahren, alternativ dazu noch Minibusse von der Station in Giza. Also alles kein Problem, waren wir doch relativ früh am Busbahnhof bei Ramses.
Aber: Busse gab es dort keine, die führen bei Aboud ab, wurde uns gesagt, das sei gleich um die Ecke. MIt dem Taxi dann doch eine recht lange Fahrt durch das Freitagmorgendliche Kairo, also ohne viel Verkehr aber doch ca. 10 Km
Dort sollte ein Bus fahren, aber erst um 11, der wäre ca. 13.00 da, was spät wäre, mussten wir doch heute Abend noch zurück, blieben in Fayoum also höchsten viert stunden, viel zu wenig für Wasserräder, Wasserfall, Pyramide, Tempel aus Ptolemäischer Zeit, See, Kanäle, Essen, Ausruhen, ....
Also nahmen wir das Angebot eines Taxifahrers an, der war nett und machte einen sehr aufrichtigen Eindruck.
Und mit ihm fuhren wir also in seinem Uralt-Shahin durch die Wüste nach Fayoum.

Fayoum 01


Dort fanden wir zwar einen Helfer, der uns den Weg zu irgendwelchen Wasserrädern zeigen wollte, aber auch keine Fand, ein Fischrestaurant, wirklcih einen See und einen Menschen, der tatsächlich Englisch kann und sich auszukennen scheint. Außerdem fanden wir, als wir erschöpft auf dem Heimweg waren, endlich auch ein Schild zur Pyramide, von der sonst niemand gehört hatte.

Fayoum 03


Aber auch wenn es teuer war und wir alles das (ich wiederhole: Wasserräder, Wasserfall, Pyramide, Tempel aus Ptolemäischer Zeit) nicht gesehen haben, war es doch ein Abenteuer, spannend, schön, interessant.

Fayoum 02

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