ägyptische Hochzeit

Eine Freundin heiratete und - natürlich - sie fragte mich, ob ich nicht den Photographen spielen könnte.
Machte ich, gerne sogar, zumindest zum größten Teil.
Als Photograph, "Assistentin" und Paar hatten wir uns vorher schon mal getroffen, kßünftiger Gatte und "Assistentin" wurden beäugt und für würdig befunden, in den Freundeskreis aufgenommen zu werden, also waren wir auch ganz früh dabei:
Bei uns sind Freunde und Bruder der Braut untergebracht, was zu viel Leben im Haus und wenig Zeit vor, während und nach der Hochzeit führte aber Spaß macht (sind alle ausgesprochen nett und K. will nächstens in Istanbul studieren!), entsprechend involviert waren wir auch, hörten von allem und jedem, hatten die ganze Familie der Braut zu Besuch, die einfach so hereinplatzte, allesamt aus Deutschland eingeflogen und bei Kollegen untergebracht, wir wurden dann auch bei den Präluminarien beteiligt, S. war beim Ankleiden mit Frühstück und Gelächter dabei, ich wurde mit dem Brautbruder zum Ort des Geschehens chauffiert, von niemand anderem als dem Bräutigam selbst, bei der ersten offiziellen Brautübergabe (einen echten Vater gibt*s nicht, also musste der Bruder herhalten) durfte ich schon dabei sein, Photos machen, fuhr dann im Auto des Brautpaares mit zur Hochzeitsvilla und photographierte eben alles, jeden, das Paar und den Rest.
Kurz der Ablauf: Vor der Wohnung der Braut wird die Braut vom Vater oder Bruder dem Bräutigam übergeben, da darf dann schon mal der Schleier gelüftet werden und Küsschen auf die Wangen getauscht, dann geht es zum Hochzeitsort, wo gefeiert wird, da gibt es dann noch mal eine gleiche Übergabe, wieder mit Brautpapa oder -bruder, diesmal mit viel Musik und dem Video-Team, das immer dabei war, immer im Vordergrund immer das Brautpaar in der Totale und immer mit hemmungslosem Licht, so dass niemand, weder Gäste noch andere Leute mit Kameras auch nur den Hauch einer Chance hatten, des Paares ansichtig uzu werden.
Nach der Übergabe wurde ein paar Stunden lang getanzt. Während dessen logierte das Paar auf einem Show-Sofa und ließ sich mit allen und jedem photographieren (beim nächsten Mal bringe ich ein Stativ mit, die Fernbedienung und ein paar Dosen Bier in der Phototasche, es war ziemlich langweilig). Iregendwann dann wurden Bilder der beiden jetzigen Eheleute gezeigt, per Computerpräsentation, auch die wurde heftigst vom Videoteam gefilmt, man halte immer drauf auf die Leinwand.
Und dann endlich gab es was zu essen, die Brautleute schnitten die Torte an (die ich arg hässlich fand), und das Buffet wurde eröffnet.
Und dann? Dann fuhr man einfach nach Hause, das Ganze war mit dem Essen so ziemlich vorbei.
Erst beim Abschied bekam ich es hin, auf das Angebot eines anonym bleiben wollenden Teilnehmers zurückzugreifen und einen "Drink" haben zu wollen: Er hatte im Kofferraum seines Autos eine Flasche Gin versteckt, nur noch mit Resten gefüllt, die ungefähr die Außenhöchsttemperatur (40^Celsius) hatten und die wir uns in vier Schlucken brüderlich aufteilten, was ihn so sehr freute, dass er davon allen anderen berichtete (die wissen dürfen, dass er ab und an mal Alkohol trinkt ;-).
Aber auch, wenn das hier böse klingen mag: es hat Spaß gemacht und die beiden sind ein absolut tolles Paar mit tollen Freunden - sowohl seine sind Klasse und lustig und ein wenig verrückt als auch ihre, die sie bei uns untergebracht hat, sie selbst sowieso und mit ihm zusammen ein tolles Paar ;-)

Ach ja, bei den folgenden Hochzeiten wollen mich wohl einige engagieren - na, ob die sich mich leisten können? Vermutlich wäre ich um vieles teurer als ägyptische Photographen (der engagierte Profi war nach einer halben Stunde wieder weg und es sah nicht so aus, als würde er sich wirklich mit seiner Kamera auskennen, aber die Bilder habe ich noch nicht gesehen) ...

egyptian wedding

Nur nervig waren wirklich die zwei Videokameras, bedient von zwei Herren, die von der Situation nichts mitbekamen und auf die nicht reagierten, die sich aber immer in den Vordergrund drängten und immer das Paar in der Totale hatten, während der Rest der Gesellschaft nur ihre Rücken sah. Ich würde ja das etwas diskretere vorziehen. Aber das mit der medialen Welt ist ja nicht so einfach und durchaus Geschmackssache.
zhengwei - 3. Dez, 01:46

zhengwei

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