Donnerstag, 27. Juni 2013

Busgespräche

"who is this man?"
"I don't know. He is bisycling."
"Yes, he is bisycling every day."
"Yes, he is going to the school."
"But who is he? Is he going to school?"
"But he is a man."
"Yes."
"Yes."
"But he is riding to the school. Maybe he is a teacher?"
"No, he is riding a bisycle."
"Yes and he is riding to the school."
"He is a man, men are not going to school."
"Yes, maybe he is a teacher."
"But he is a man."
"He is a man and he is riding on a bicycle."
"Yes, he is riding to the school."
"Maybe he is a teacher."
"He is a man."
"But can't he be a teacher?"
"Maybe, but he is a man and he is riding on a bicycle."

Irgendwann mischte sich die Kollegin, die dem Gespräch zugehört hatte, ein und erzählte den Kids, dass ich wirklich Lehrer an der Schule sei, aber eben im anderen Teil der Schule.

Vielleicht hilft es beim Verstehen zu wissen, dass fast alle Lehrerinnen hier Frauen sind, daher ist der Einwurf "But he is a man," gar nicht soooo unverständlich - von 26 Personen in meinem Zweig der Schule bin ich der einzige richtige Lehrer, M., der zweite Mann, ist Stellvertreter der Chefin und gibt nur sehr sehr wenig Unterricht.

gemeine Indische Springspinne

Habe ich hier eigentich schon mal erwähnt, dass ich höllische Angst vor Spinnen habe?
Eben gerade stand ich unter dem Sonnendach über dem Weg zwischen den verschiedenen Gebäuden und etwas fiel auf meinen Kopf.
Automatisch schüttelte ich es mit der Hand aus den Haaren und siehe da, es war eine gemeine indische Hüpfspinne, die da auf dem Weg vor mir hüpfte und die ein Schüler sogleich plattzutreten versuchte.
Als wir weiter gingen, meinte ein anderer Schüler plötzlich "Sir, Sir, may I ..." "Yes, what do you want to say?" "You've got more spiders!" - und dankenswerter Weise wedelte er noch mehr dieser mörderischen, hässlichen, schrecklichen, gemeinen, dreckigen, gefährllichen ... Killer von meinem Rücken.
Mein Herzschlag ging locker plötzlich doppelt so schnell ...

Umzug

Meine alte Wohnung war im Auftrag des Besitzers geräumt worden, weil er der Bank den Kredit nicht zurückzahlte, für den die Wohnung als Sicherheit herhalten soll. Also wurde ihm Pfändung angedroht und er lies sie von seiner Mutter ausräumen (er selbst ist in Amerika), um seine Sachen dem Zugriff der Bank zu entziehen.
Das geschah natürlich, als ich in Deutschland war und mich nicht kümmern konnte um meinen Kram (und auch ohne dass ich ernsthaft darüber informiert worden war - ich wusste nur, dass er die Sachen aus dem zweiten Zimmer, das ich nicht mitgemietet hatte, abholen lassen wollte.
Um meine Sachen hat sich B. gekümmert, ein Freund, der von dem Problem erfahren hatte.

Also war ich nach Chennai gekommen, ohne eine Bleibe zu haben - das war mir am Donnerstag richtig bewusst, bevor ich am Freitag losfliegen musste, also hatte ich flugs ein annehmbar preiswertes Hotel in der Nähe gefunden und für ein paar Nächte gebucht.

Gestern bin ich dann wirklich in meine neue Wohnung umgezogen:

Nach der Arbeit bin ich gemütlich zur neuen Wohnung geradelt, wo ich dann auch den Schlüssel bekam, das Fahrrad stehen ließ, damit ich es nicht irgendwo anders zurücklassen müsste und einen neuen Weg hätte, um es abzuholen.
Dann wanderte ich noch einmal zum Hotel, wo ich doch noch etwas länger auf mein Transport-Taxi warten musste. Als es ankam, vertaute ich den Koffer darin, das Ding wog inzwischen mindestens 25 kg und hatte im Hotel gewartet.
Das Taxi brachte mich zu meiner alten Wohnung, wo ich entsetzt feststellte, dass noch ganz viele meiner alten Sachen dort waren, vor allem Küchenkram, während anderes fehlte. Einiges packte ich in einer Schnellaktion ein (weil ich dachte, es ginge nur um Wasserfiltermaschine und Boiler war ich natürlich ohne Packmaterial gekommen), packte es ins Taxi und weiter ging es zu B.
Dort warteten zwei weitere Koffer, ein paar Tüten und ein riesiger Karton, der ziemlich voll war, vor allem eben mit Büchern und Papierkram und Ähnlichem.
Nach dieser dritten Station brachte das Taxi alles zu meiner neuen Wohnung, von dem fünf-Stunden-Paket hatte ich es zwei Stunden in Anspruch genommen, von den 50 Kilometern, die zum Paket gehören, nur zwanzig, entsprechend froh war der Fahrer dann, der ja jetzt drei Stunden frei hatte und schlafen konnte, ausruhen, vielleicht auch andere Fahrgäste schwarz durch die Welt karren ...
Und ich war froh, zu Hause zu sein.
Da stellte ich dann fest, dass doch vieles fehlt von meinem Hausstand. Die Mutter des Wohnungseigentümers hatte seinen Kram in einer Schnellaktion ausgeräumt - aber eben auch leider einiges von meinen Sachen.
Töpfe habe ich keine mehr, mein Besteck ist nicht mehr da, der Mixer fehlt, die Handtücher sind weg, ... Kleinigkeiten zwar, jedes für sich, aber zwei-, dreihundert Euro kommen da zu sammen und es ist einfach ärgerlich.
Andererseits auch spannend, die Handschrift der Dame, die das ganze veranstaltet hat, zu sehen: Meine neu gekauften Kopfkissen sind weg, ein altes ziemlich unansehnliches, das die Vermieter in der Wohnung gelassen hatten, ist natürlich noch da. Mein schönes, neues Besteck ist weg, das alte, billige Plastikgriffbesteck der Vermieter ist dageblieben, genauso fehlen meine guten Messer, mein Schälmesser, eben alles, was man braucht im Küchenalltag, Töpfe und Pfannen sind allesamt zu wertvoll, da hat sie keinen Unterschied gemacht zwischen dem henkellosen und verkalten Kram der Vermieter und meinen neu gekauften besseren Töpfen.
Dass meine Kaffeemaschine ihrer Sammelwut entkommen ist, hat mich dann sehr gewundert, aber die war ihr vielleicht zu exotisch, genauso wie mein guter alter deutscher Schruber, der einem Putzprinzip entsstammt, das einfach nicht anzutreffen ist in Indien, da wusste sie wohl nichts mit anzufangen.

Und all das war passiert, als ich in Deutschland war und keine Möglichkeit hatte, mich um meinen Kram zu kümmern - immerhin war B. da, um von meinen Sachen zu retten, was zu retten war - aber er kam eben nach der Mutter, die wohl ein arges Chaos hinterlassen hatte und
...

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