Gründe für Indien
Irgendwann hatte ich eine wilde, spirituelle Zeit, war in London, wo ich John kennenlernte, den Schriftsteller, der sich ein Haus in Pondycherry und eines im Himalaya gekauft hatte und mich einlud ihn zu besuchen - und nach einigen intensiven Gesprächen damals war ich mir sicher, dass es ernst gemeint gewesen war. Seitdem war der Traum da, irgendwann nach Indien zu reisen. Mal stärker, mal fast vergessen. Tragisch war aber als ich aus London zurückkam feststellen zu müssen, dass ich einen Zettel nicht mehr hatte, auf dem drei Namen und Adressen waren: Johns (heute weiß ich nicht mal mehr, ob er wirklich John hieß), Christinas (ja, ich hatte mich in London sehr verliebt, ... ) und des Mannes, der mir die 50 DM geliehen hatte, für die ich mir dann doch noch ein Busticket von Münster nach Hause leisten konnte - wann immer mir diese Leihgabe einfällt, die ich nie zurückgeben konnte, ärgere ich mich sehr ...
Aber zurück zur Idee, nach Indien zu gehen, für mindestens drei Monate ...
Zwei Gründe gab es dazu:
Gestern Auroville, jene Stadt, die 1968 gegründet wurde als Zentrum genau jener Spiritualität - leider haben wir es zeitlich einfach nicht geschafft, in das absolute Zentrum dieser Stadt eingelassen zu werden, wo wir angemeldet waren (als ernste Adepten einer Meditationslehre, die Grundlage dafür ist, überhaupt auf das Gelände des Matrimandir gelassen zu werden - wie ich dazu gekommen bin, weiß ich nicht wirklich, die Voraussetzung der mehrfachen Meditation und Teilnahme an Veranstaltungen und und und zumindest habe ich nicht wirklich erfüllt ;-)
Aber wir konnten doch um dieses Ding herumwandern, in den unteren, offenen Teil gehen und heute Morgen durfte ich dann auch noch für eine "Konzentration" wenigstens in einen der im Sockel eingebauten Nebenräume.

Faszinierend, was diese Hippies (und für mich ist das ganz und gar kein negatives Wort, war es noch nie) da auf die Beine gestellt haben, wenn mir manches dann aber doch ein wenig dogmatisch erscheint... mehr Infos zu Auroville http://de.wikipedia.org/wiki/Auroville
Solange ich in Auroville unterwegs war, wusste ich, dass da ganz alte Gedanken und Ideen wiederkamen, die lange irgendwo geschlummert hatten und dass das auch mal meins war als Idee und Vorstellung, was da gebaut und gelebt wird, wenn ich mir aber einige Aspekte sicher immer ganz anders vorgestellt habe und sicher in einer solchen Gemeinschaft, die bestimmte ans religiöse grenzende Rituale und eine fundamentalistische Verehrung weniger Personen zur Grundlage hat, nicht leben wollte und könnte.
Nach Auroville war ich dann in Pondycherry, eine frühere französische Kolonie und heute in einigen Aspekten Teil eine fremde Enklave in Indien (z.B. ist dort der Alkohol billiger als im Rest Indiens ;-). Viel gesehen habe ich nicht, aber sehr gut gegessen (indisch und auf indisch-chinesische Art zubereitetes Gemüse als Starter) und aus Versehen in eine Parade geraten bin ich: Ganesha wird gefeiert, die Realisation des göttlichen, die mit dem Elephantenkopf dargestellt wird. Diese Manifestation des Göttlichen wird in einem großen Fest geehrt, dem Ganesh Chaturthi, in dessen Verlauf (am 1. Tag nach Beginn oder am 3., 5., 7. oder sogar erst am 12. Tag) die Figuren und Statuen Ganeshas in einer Parade gesammelt und dann dem Meer übergeben werden.

Hier gab es endlich die Farben, die Exotik, für die ich hier bin.

(und auf dem Rückweg habe ich einen Menschen kennengelernt, der weiß, wie man seine Royal Enfield sofort bekommt, statt wie üblich 8 Monate bis zwei Jahre warten zu müssen ;-)
Aber zurück zur Idee, nach Indien zu gehen, für mindestens drei Monate ...
Zwei Gründe gab es dazu:
- das Exotische, Bunte. Von Indien erwartete ich mir schon immer Farben, ins Auge stechend und real ...
Gestern Auroville, jene Stadt, die 1968 gegründet wurde als Zentrum genau jener Spiritualität - leider haben wir es zeitlich einfach nicht geschafft, in das absolute Zentrum dieser Stadt eingelassen zu werden, wo wir angemeldet waren (als ernste Adepten einer Meditationslehre, die Grundlage dafür ist, überhaupt auf das Gelände des Matrimandir gelassen zu werden - wie ich dazu gekommen bin, weiß ich nicht wirklich, die Voraussetzung der mehrfachen Meditation und Teilnahme an Veranstaltungen und und und zumindest habe ich nicht wirklich erfüllt ;-)
Aber wir konnten doch um dieses Ding herumwandern, in den unteren, offenen Teil gehen und heute Morgen durfte ich dann auch noch für eine "Konzentration" wenigstens in einen der im Sockel eingebauten Nebenräume.

Faszinierend, was diese Hippies (und für mich ist das ganz und gar kein negatives Wort, war es noch nie) da auf die Beine gestellt haben, wenn mir manches dann aber doch ein wenig dogmatisch erscheint... mehr Infos zu Auroville http://de.wikipedia.org/wiki/Auroville
Solange ich in Auroville unterwegs war, wusste ich, dass da ganz alte Gedanken und Ideen wiederkamen, die lange irgendwo geschlummert hatten und dass das auch mal meins war als Idee und Vorstellung, was da gebaut und gelebt wird, wenn ich mir aber einige Aspekte sicher immer ganz anders vorgestellt habe und sicher in einer solchen Gemeinschaft, die bestimmte ans religiöse grenzende Rituale und eine fundamentalistische Verehrung weniger Personen zur Grundlage hat, nicht leben wollte und könnte.
Nach Auroville war ich dann in Pondycherry, eine frühere französische Kolonie und heute in einigen Aspekten Teil eine fremde Enklave in Indien (z.B. ist dort der Alkohol billiger als im Rest Indiens ;-). Viel gesehen habe ich nicht, aber sehr gut gegessen (indisch und auf indisch-chinesische Art zubereitetes Gemüse als Starter) und aus Versehen in eine Parade geraten bin ich: Ganesha wird gefeiert, die Realisation des göttlichen, die mit dem Elephantenkopf dargestellt wird. Diese Manifestation des Göttlichen wird in einem großen Fest geehrt, dem Ganesh Chaturthi, in dessen Verlauf (am 1. Tag nach Beginn oder am 3., 5., 7. oder sogar erst am 12. Tag) die Figuren und Statuen Ganeshas in einer Parade gesammelt und dann dem Meer übergeben werden.

Hier gab es endlich die Farben, die Exotik, für die ich hier bin.

(und auf dem Rückweg habe ich einen Menschen kennengelernt, der weiß, wie man seine Royal Enfield sofort bekommt, statt wie üblich 8 Monate bis zwei Jahre warten zu müssen ;-)
erik-n - 23. Sep, 19:01