Hinter dem Ashram
Gestern war ich noch einmal Häuser gucken. Mit einem Makler war ich am Ashram verabredet, dort trafen wir uns auch, er war mit seinem Mofa gekommen, flugs saß ich also wieder hinten auf so einem Gefährt und wir führen hinter den Ashram - und tatsächlich, hinter dem Ashram fängt das ländlich sittliche Dorfleben an, egal wo, kaum entfernt man sich von der geteerten Hauptstraße, wird es ruhig dörflich unentwickelt.

Wir sahen eine Wohnung, die ganz nett war, sauber, nett zugeschnitten, in einer modernen Apartmentwohnanlage, nicht ganz so luxuriös wie der "garden of hearts", wo ich gerade untergekommen bin, aber doch umzäunt und mit einem Aufpasser "Security". Immerhin heißt das, dass es wohl keinen Hundemist auf der Treppe gibt, da der Security-Mann die wilden Hunde oder Kühe oder Ziegen nicht in die Anlage lässt.
Die schönste Wohnung gestern war tatsächlich am Ende der Welt, der Weg, nun ja, etwas mehr als ein Pfad war es schon, weil LKWs ihn in den Untergrund gefahren hatten um Material für den Neubau eines immerhin zweistöckigen Apartmenthauses mit ganzen sechs Wohnungen ins Feld zu transportieren, dieser Weg also endete plötzlich in einem Haufen Kies, um den herum wir uns zum Haus durchschlagen mussten.
Im oberen Stockwerk gab es dann die schicke neue Zweizimmerwohnung, relativ hell, vor allem noch nagelneu also relativ sauber, gut geschnitten aber eben völlig leer, ohne Warmwasser, ohne Klimaanlage, ohne alles.
Gekostet hätte sie 10 000 Rupien bei 50 000 Sicherheitszahlung, die man hoffentlich zurück kriegt wenn man auszieht. Wenn ich 20 Monate bleibe, dann heißt das, dass ich bei der Miete 100 000 Rupien spare, die ich bei der möblierten Wohnung hätte mehr als Kaution hinterlegen müssen. Aber sooo toll waren die Möbel nicht, und Klimaanlage war auch nicht dabei.
Die andere Wohnung hatte bei gleicher Größe wie die beiden anderen auch ein Zimmer mehr, die waren also alle kleiner, sie war dreckig, kostete 13 000, 100 000 Kaution, war einfach nicht so toll, eine Wohnung konnten wir nicht ansehen, weil die Vermieter nicht da waren, die letzte wude mir dann spontan doch nicht gezeigt, weil sie wohl doch ganz und gar nicht für mich geeignet wäre, zu dunkel, zu wenig modern - was mir der Vermieter dann selbst auch sagte, der immerhin auch Besitzer der leeren 10 000 wohnung ist und diese letzte für 14 000 vermieten will. Nun, wenn alle meinen, die wäre nix für mich, verlasse ich mich darauf und fertig.

(hier sieht man, wenn man genau schaut, unser Mofa und den Kiesberg, vor dem es dann nicht mehr weiter ging ;-)
Heute hieß es dann aussschlafen und um 15.00 Uhr erst bereit für die nächste Wohnung sein. Eine Kollegin hatte mir den Kontakt vermittelt. Vorher war ich noch einkaufen und dabei habe ich dann auch die Reinigung entdeckt, wo ich dann auch ganz schnell ein paar Hemden und Hosen brachte Socken und Kleinteile habe ich zwischendurch per Hand gewaschen (und bei Temperaturen über 33°C braucht man eine Menge Klamotten, die sehr oft gewaschen werden müssen ...). Die Kollegin, die mir die Wohnungsbesichtigung vermittelt hatte, wäscht immerhin alles mit der Hand, nachdem hier im Garden of Hearts niemand mehr wäscht.
Mit den Klamotten in der Tasche, ging ich also zur Reinigung, die Tür zum anderen Zimmer war abgeschlossen, ich nahm an, das ginge nur von Innen, außerdem lag ein Telephon zum Laden auf dem Tisch. Ich ging davon aus, dass meine heutigen Mitbewohner im Zimmer seien und schliefen und war ganz leise, um nicht zu stören.
Von der Reinigung zurückkehrend musste ich dann doch feststellen, dass sie nicht geschlafen hatten, sondern nicht da waren, den Schlüssel hätte ich nicht drinnen lassen dürfen, sondern hätte ihn doch der Security geben müssen, wie ich kurz gedacht hatte, bevor ich gegangen war.
Auch mit dre Papierkarten auf einmal bekam ich die Tür von außen nicht auf, Kreditkarte hatte ich keine dabei, die Leute bei der Security auch nicht, Wasserflasche wollten sie mir keine geben, die ich mir zurechtgeschnitten hätte, ich war mir sicher, dass ich mit einem genügend großen und biegbaren Plastikstück die Tür hätte aufmachen können.
Zwischen das Türchaos kam der Wohnungskontakt, der die Wohnung für Freunde vermietet, die zur Zeit in Amerika sind.
Was soll ich sagen, im gleichen Chaos gelegen wie gestern, ruhig, mit Kuhanschluss, garantiert über den Überflutungen gelegen, die im Monsum zur Tagesordnung gehören aber genauso garantiert von den Fluten eingeschlossen, durch die auch etliche Kolleginnen von der Schule waten müssen, wie mir versichert wurde ...
Klein ist meine neue Wohnung, oder nein, nicht klein, aber dadurch, dass das eine Zimmer den Besitzern als Stauraum dient, die hoffen, irgendwann zurück kommen zu können, kein Gästezimmer hat sie dadurch (aber ein zweites Badezimmer), die Terrasse ist nicht überdacht, aber ich kann sie nutzen, wenn ich will, möbliert ist sie, nett möbliert sogar, nicht übertrieben barock, einfach und praktisch eben, es gibt Klimaanlage im Schlafzimmer, UPS (so heißen die Geräte, die bei Stromausfällen die Sachen, die man daran hängen hat, mit Strom versorgen, der aus Batterien kommt, die wieder geladen werden, sobald die Stromversorgung wieder läuft) und es gibt eine Waschmaschine sowie einen großen Kühlschrank in der Küche, hipp hipp Hurra ;-)
Garantiert wurden mir 9 Monate, genug Zeit, mir etwas anderes zu suchen, sollten die Besitzer wirklich wiederkommen, ansonsten wurden mir außerdem zwei Monate Kündigungsfrist garantiert, falls sie später irgendwann einmal z.b. nach 16 Monaten Eigenbedarf verspüren sollten. Damit kann ich leben, die Wohnung bietet mit mit allen Nach-und Vorteilen das beste Preis-Leistungsverhältnis und eben die Möglichkeit, mich hier zu orientieren und, wenn es mir dort nicht gefällt, mir gemütlich was anderes zu suchen unter Einhaltung eben jener ZweiMonatsKündigungsFrist (wow, das waren vier Wörter in einem mit insgesammt 25 Buchstaben ;-)
Weil die Kamera in der verschlossenen Wohnung im Garden of Hearts geblieben war, konnte ich keine Photos machen, aber irgendwo dort in der Nähe ist es:

Ach so, der gute Mann, der mir die Wohnung zeigte, fuhr mich auf einer echten Royal Enflield, Baujahr 1984 dort hin, ich weiß nicht warum, aber genau so ein Motorrad will ich haben, Basta!
Und zurückgekehrt im Garden of Hearts warteten schn meine Mitbewohner auf mich, nein, sie hatten tatsächlich nicht geschlafen, sondern waren ausgegangen, ohne dass ich es gemerkt hatte (da war ich wohl mit Waschen beschäftigt), wir standen alle ohne Schlüssel da. Aber durch einen absoluten Zufall hatte ich dann doch die Karte mit der Telephonnummer des Cousens des Wohnungseigentümers in der Hemdtasche, der auch flugs angerufen wurde, sofort kam und den Ersatzschlüssel vorbei brachte ;-))
Inzwischen habe ich den Fernseher hier zum Laufen gebracht, ohne Satellitenempfang eben und nur lokale Kanäle. Ich verstehe kein Wort, aber es hat wohl viel geregnet, manche Straßen sind nicht mehr so gut und Indien hat wohl einen Satelliten ins All geschossen, soviel kann ich deben dem Tippen den Bildern entnehmen ...
OK, genug für heute. Lasst es euch gut gehen und bis bald.

Wir sahen eine Wohnung, die ganz nett war, sauber, nett zugeschnitten, in einer modernen Apartmentwohnanlage, nicht ganz so luxuriös wie der "garden of hearts", wo ich gerade untergekommen bin, aber doch umzäunt und mit einem Aufpasser "Security". Immerhin heißt das, dass es wohl keinen Hundemist auf der Treppe gibt, da der Security-Mann die wilden Hunde oder Kühe oder Ziegen nicht in die Anlage lässt.
Die schönste Wohnung gestern war tatsächlich am Ende der Welt, der Weg, nun ja, etwas mehr als ein Pfad war es schon, weil LKWs ihn in den Untergrund gefahren hatten um Material für den Neubau eines immerhin zweistöckigen Apartmenthauses mit ganzen sechs Wohnungen ins Feld zu transportieren, dieser Weg also endete plötzlich in einem Haufen Kies, um den herum wir uns zum Haus durchschlagen mussten.
Im oberen Stockwerk gab es dann die schicke neue Zweizimmerwohnung, relativ hell, vor allem noch nagelneu also relativ sauber, gut geschnitten aber eben völlig leer, ohne Warmwasser, ohne Klimaanlage, ohne alles.
Gekostet hätte sie 10 000 Rupien bei 50 000 Sicherheitszahlung, die man hoffentlich zurück kriegt wenn man auszieht. Wenn ich 20 Monate bleibe, dann heißt das, dass ich bei der Miete 100 000 Rupien spare, die ich bei der möblierten Wohnung hätte mehr als Kaution hinterlegen müssen. Aber sooo toll waren die Möbel nicht, und Klimaanlage war auch nicht dabei.
Die andere Wohnung hatte bei gleicher Größe wie die beiden anderen auch ein Zimmer mehr, die waren also alle kleiner, sie war dreckig, kostete 13 000, 100 000 Kaution, war einfach nicht so toll, eine Wohnung konnten wir nicht ansehen, weil die Vermieter nicht da waren, die letzte wude mir dann spontan doch nicht gezeigt, weil sie wohl doch ganz und gar nicht für mich geeignet wäre, zu dunkel, zu wenig modern - was mir der Vermieter dann selbst auch sagte, der immerhin auch Besitzer der leeren 10 000 wohnung ist und diese letzte für 14 000 vermieten will. Nun, wenn alle meinen, die wäre nix für mich, verlasse ich mich darauf und fertig.

(hier sieht man, wenn man genau schaut, unser Mofa und den Kiesberg, vor dem es dann nicht mehr weiter ging ;-)
Heute hieß es dann aussschlafen und um 15.00 Uhr erst bereit für die nächste Wohnung sein. Eine Kollegin hatte mir den Kontakt vermittelt. Vorher war ich noch einkaufen und dabei habe ich dann auch die Reinigung entdeckt, wo ich dann auch ganz schnell ein paar Hemden und Hosen brachte Socken und Kleinteile habe ich zwischendurch per Hand gewaschen (und bei Temperaturen über 33°C braucht man eine Menge Klamotten, die sehr oft gewaschen werden müssen ...). Die Kollegin, die mir die Wohnungsbesichtigung vermittelt hatte, wäscht immerhin alles mit der Hand, nachdem hier im Garden of Hearts niemand mehr wäscht.
Mit den Klamotten in der Tasche, ging ich also zur Reinigung, die Tür zum anderen Zimmer war abgeschlossen, ich nahm an, das ginge nur von Innen, außerdem lag ein Telephon zum Laden auf dem Tisch. Ich ging davon aus, dass meine heutigen Mitbewohner im Zimmer seien und schliefen und war ganz leise, um nicht zu stören.
Von der Reinigung zurückkehrend musste ich dann doch feststellen, dass sie nicht geschlafen hatten, sondern nicht da waren, den Schlüssel hätte ich nicht drinnen lassen dürfen, sondern hätte ihn doch der Security geben müssen, wie ich kurz gedacht hatte, bevor ich gegangen war.
Auch mit dre Papierkarten auf einmal bekam ich die Tür von außen nicht auf, Kreditkarte hatte ich keine dabei, die Leute bei der Security auch nicht, Wasserflasche wollten sie mir keine geben, die ich mir zurechtgeschnitten hätte, ich war mir sicher, dass ich mit einem genügend großen und biegbaren Plastikstück die Tür hätte aufmachen können.
Zwischen das Türchaos kam der Wohnungskontakt, der die Wohnung für Freunde vermietet, die zur Zeit in Amerika sind.
Was soll ich sagen, im gleichen Chaos gelegen wie gestern, ruhig, mit Kuhanschluss, garantiert über den Überflutungen gelegen, die im Monsum zur Tagesordnung gehören aber genauso garantiert von den Fluten eingeschlossen, durch die auch etliche Kolleginnen von der Schule waten müssen, wie mir versichert wurde ...
Klein ist meine neue Wohnung, oder nein, nicht klein, aber dadurch, dass das eine Zimmer den Besitzern als Stauraum dient, die hoffen, irgendwann zurück kommen zu können, kein Gästezimmer hat sie dadurch (aber ein zweites Badezimmer), die Terrasse ist nicht überdacht, aber ich kann sie nutzen, wenn ich will, möbliert ist sie, nett möbliert sogar, nicht übertrieben barock, einfach und praktisch eben, es gibt Klimaanlage im Schlafzimmer, UPS (so heißen die Geräte, die bei Stromausfällen die Sachen, die man daran hängen hat, mit Strom versorgen, der aus Batterien kommt, die wieder geladen werden, sobald die Stromversorgung wieder läuft) und es gibt eine Waschmaschine sowie einen großen Kühlschrank in der Küche, hipp hipp Hurra ;-)
Garantiert wurden mir 9 Monate, genug Zeit, mir etwas anderes zu suchen, sollten die Besitzer wirklich wiederkommen, ansonsten wurden mir außerdem zwei Monate Kündigungsfrist garantiert, falls sie später irgendwann einmal z.b. nach 16 Monaten Eigenbedarf verspüren sollten. Damit kann ich leben, die Wohnung bietet mit mit allen Nach-und Vorteilen das beste Preis-Leistungsverhältnis und eben die Möglichkeit, mich hier zu orientieren und, wenn es mir dort nicht gefällt, mir gemütlich was anderes zu suchen unter Einhaltung eben jener ZweiMonatsKündigungsFrist (wow, das waren vier Wörter in einem mit insgesammt 25 Buchstaben ;-)
Weil die Kamera in der verschlossenen Wohnung im Garden of Hearts geblieben war, konnte ich keine Photos machen, aber irgendwo dort in der Nähe ist es:

Ach so, der gute Mann, der mir die Wohnung zeigte, fuhr mich auf einer echten Royal Enflield, Baujahr 1984 dort hin, ich weiß nicht warum, aber genau so ein Motorrad will ich haben, Basta!
Und zurückgekehrt im Garden of Hearts warteten schn meine Mitbewohner auf mich, nein, sie hatten tatsächlich nicht geschlafen, sondern waren ausgegangen, ohne dass ich es gemerkt hatte (da war ich wohl mit Waschen beschäftigt), wir standen alle ohne Schlüssel da. Aber durch einen absoluten Zufall hatte ich dann doch die Karte mit der Telephonnummer des Cousens des Wohnungseigentümers in der Hemdtasche, der auch flugs angerufen wurde, sofort kam und den Ersatzschlüssel vorbei brachte ;-))
Inzwischen habe ich den Fernseher hier zum Laufen gebracht, ohne Satellitenempfang eben und nur lokale Kanäle. Ich verstehe kein Wort, aber es hat wohl viel geregnet, manche Straßen sind nicht mehr so gut und Indien hat wohl einen Satelliten ins All geschossen, soviel kann ich deben dem Tippen den Bildern entnehmen ...
OK, genug für heute. Lasst es euch gut gehen und bis bald.
erik-n - 9. Sep, 15:55