Christlicher Protest in Ägypten ...
... und ich mitten drinnen. Nicht als Protestant: atheistisch, wie ich bin, halte ich es für absurd und unmenschlich, dass es überhaupt nötig ist, sich auf eine Religionszugehörigkeit zu berufen um politisch Stellung zu nehmen und als Gast hier halte ich mich mit demonstrativen Aussagen tunlichst zurück. Aber als Beobachter war ich mitten drinnen - und diesmal war ich so dreist, auf meine blonden Haare und die Wirkung meiner Kameras zu bauen, habe mich nicht in der langen Schlange zwischen die Panzer begeben, um hineingelassen zu werden, sondern habe mich an den Ausgang gedrängt, nachdem ich mitgekriegt hatte, dass dort hin und wieder besondere Leute hindurch geschleust wurden.
Ich wurde gefragt, ob ich Journalist sei, ja, Photograph, aber ich hätte keine Karte dabei, sagte ich dreist, ich gebe zu, ich bin ein schlechter Mensch - aber es funktionierte. Ich kam zwar um die Leibeskontrolle (oberflächlich) nicht herum, für die sich der junge Mann auch entschuldigte, der sie machte, aber die gehört dazu und ich mag ja die Vorstellung auch nicht, jemand könnte Bomben dort einschmuggeln, also lasse ich mich gerne abtasten und mache sogar freiwillig meinen Rucksack auf.
Interessant, dass die Kontrollen weder Militär noch Polizei machen, sondern junge Leute, die augenscheinlich aus der Protestbewegung heraus kommen.
In der Regel will ich ja keine Vorzugsbehandlung als Blondi und Fremdländer, aber heute fand ich es mal in Ordnung - dafür musste ich ja auch viele Demonstranten photographieren und mit anderen für ihre Familienalben posen ;-)

Nur leider war es schon zu spät und zu dunkel, um noch ernsthaft zu photographieren. Interessant aber die Gespräche dort, Tenor: die Menschen wollen in Frieden gemeinsam leben, aber die einen haben Angst vor den anderen und umgekehrt - und in beiden Religionen gibt es einzelne Aufheizer, die eine Gemeinsamkeit erschweren.
Ich wurde gefragt, ob ich Journalist sei, ja, Photograph, aber ich hätte keine Karte dabei, sagte ich dreist, ich gebe zu, ich bin ein schlechter Mensch - aber es funktionierte. Ich kam zwar um die Leibeskontrolle (oberflächlich) nicht herum, für die sich der junge Mann auch entschuldigte, der sie machte, aber die gehört dazu und ich mag ja die Vorstellung auch nicht, jemand könnte Bomben dort einschmuggeln, also lasse ich mich gerne abtasten und mache sogar freiwillig meinen Rucksack auf.
Interessant, dass die Kontrollen weder Militär noch Polizei machen, sondern junge Leute, die augenscheinlich aus der Protestbewegung heraus kommen.
In der Regel will ich ja keine Vorzugsbehandlung als Blondi und Fremdländer, aber heute fand ich es mal in Ordnung - dafür musste ich ja auch viele Demonstranten photographieren und mit anderen für ihre Familienalben posen ;-)

Nur leider war es schon zu spät und zu dunkel, um noch ernsthaft zu photographieren. Interessant aber die Gespräche dort, Tenor: die Menschen wollen in Frieden gemeinsam leben, aber die einen haben Angst vor den anderen und umgekehrt - und in beiden Religionen gibt es einzelne Aufheizer, die eine Gemeinsamkeit erschweren.
erik-n - 11. Mär, 23:35